Mit 40 Jahren Jubiläumsausstellung
Besondere Kunst zur diesjährigen Kirchweih

Noch bis zum 26. Oktober können die Besucher in der Hilzinger Kunstausstellung "40 Jahre Kunst & Kultur" einen Querschnitt aus dem Schaffen und Wirken der Förderkreises Kunst & Kultur Hilzingen erleben.  | Foto: Philipp Findling
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  • Noch bis zum 26. Oktober können die Besucher in der Hilzinger Kunstausstellung "40 Jahre Kunst & Kultur" einen Querschnitt aus dem Schaffen und Wirken der Förderkreises Kunst & Kultur Hilzingen erleben.
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Hilzingen. Die Kunst spielt auch in Hilzingen eine prägende Rolle. So auch wieder am Kirchweih-Sonntag, 19. Oktober, wo diesmal der Förderkreis Kunst & Kultur Hilzingen im Fokus stand.

Dabei konnte am Vormittag im August-Dietrich-Saal mit einer Ausstellung zum 40. Geburtstag des Förderkreises ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert werden. In Anwesenheit von Ehrenbürger und Bürgermeister a.D. Franz Moser sowie dem stellvertretenden Bürgermeister von Lizzano, Paolo Piacenti konnte der erste Vorsitzende des Förderkreises Kunst & Kultur, Bernhard Hertrich, eine Ausstellung präsentieren, die sozusagen einen Querschnitt der 40-jährigen Tätigkeit des Vereins widerspiegelte. 

Lange Vorgeschichte

Dabei bringe der Verein laut Hertrich eine lange Vorgeschichte mit sich, wurde die erste Hilzinger Kunstausstellung seiner Ausführung nach bereits 1972 von Mentor Paul Gönner in der Schule ausgerichtet, deren Anlass der Ausbau des Kirchenkellers zu einem Gemeindezentrum war. Bis 1983 konnten in der Sonderausstellung renommierte Künstler wie Erich Heckel, Walter Herzger oder auch Ralph Fleck in der Hegaugemeinde gezeigt werden. Da die Ausstellung immer größer wurde, rief man im Februar 1985 den Förderkreis ins Leben, dessen erster Vorstand Paul Gönner war. "Die erste große Ausstellung des Vereins wurde dem Künstler Roland Dörfler gewidmet", erzählt Bernhard Hertrich. Insgesamt waren in den großen Hilzinger Kunstausstellungen über 50 Künstler mit bis zu 200 Exponaten ausgestellt. Mit dem Tod Gönners sowie dem Rathausumbau wurden die Ausstellungen bis heute im Ein-Jahres-Turnus im August-Dietrich-Saal veranstaltet. 

Kunst aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken

"Die Kunst", betonte Bürgermeister Holger Mayer, ist aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken." Als Beispiel hierfür führte er eine Skultpur der Thalia an, die Glant, Frohsinn und Festfreude verkörpern. "Merkmale, die nicht passender auch für die Kirchweih sein können", so Mayer. Dabei helfe Kunst ihm zufolge manchmal auch zu kommunalpolitischen Erfolg, wie der Bürgermeister scherzte. "Manchmal versinken meine Verhandlungspartner nämlich in den Gemälden, die in meinem Zimmer hängen." Auch den Wert des Förderkreises weiß Holger Mayer nach 40 Jahren Tätigkeit mehr als zu schätzen. "Ohne Ihre Leidenschaft und Beharrlichkeit für die Kunst wären wir heute nicht hier." Für ihn seien diese Ausstellungen immer ein Treffpunkt, wo Menschen zusammen und dadurch miteinander ins Gespräch kommen. 

"Revue aus Erzählminiaturen"

Es folgte ein "melancholisches Memento" von Laudator Prof. Dr. Klaus Schumacher, der schon seit vielen Jahrzehnten die Ausstellungen des Förderkreises begleitet. Überrascht sei er dabei, dass viele der im Saal ausgestellten Künstler nicht mehr leben. In seiner Ansprache oder wie er es betonte "Revue aus Erzählminiaturen" gab Schumacher einen Einblick in seine Bekanntschaften mit einigen Künstlern, deren Werke hier schon ausgestellt wurden. So betitelte er unter anderem Walter Herzger, der als Weimarer Bauhausschüler von Paul Klee gilt, als "Zeuge der klassischen Moderne". 

Kirchweih-Sonntag wieder einmal ein Besuchermagnet

Die Ausstellung "40 Jahre Kunst & Kultur" ist noch bis zum 26. Oktober zu folgenden Öffnungszeiten im August-Dietrich-Saal zugänglich: Montag, 20. Oktober von 10 bis 19 Uhr, Dienstag, 21. bis Freitag 24. Oktober von 14 bis 18 Uhr, Samstag, 25. Oktober von 10 bis 18 Uhr sowie Sonntag, 26. Oktober von 10 bis 17 Uhr.

Autor:

Philipp Findling aus Singen

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