Eröffnung des Hilzinger Barocksommers 2026
Musikalisches Rätselraten in der Hilzinger Barockkirche
- Dietmar Stephan (links), Vorsitzender des Veranstalters „Bauförderverein St.Peter und Paul Hilzingen e.v.“, freut sich mit Kirchenmusikdirektor und Orgelvirtuose Georg Koch über das rege Publikumsinteresse bei der Eröffnung der Orgelkonzertreihe „Hilzinger Barocksommer 2026“
- Foto: Bernhard Grunewald
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Hilzingen. Warmes Sonnenlicht flutete am frühen Sonntagabend, 7. Juni, das schöne Kirchenschiff der Barockkirche St. Peter und Paul zur gut besuchten und stimmungsvollen Eröffnung der Orgelkonzertreihe „Hilzinger Barocksommer 2026“. Die Veranstaltungsreihe wurde vor bald zehn Jahren von der Katholischen Kirchengemeinde Hilzingen und der Gemeinde Hilzingen ins Leben gerufen und bietet seither jeden Juni-Sonntag um 19 Uhr mit fulminanten Konzerten in der einzigartigen Spätbarock-Dorfkirche und ihrer klangvollen Thomas-Orgel.
Zum Auftakt konnte Dietmar Stephan, erster Vorsitzender des Veranstalters „Bauförderverein St.Peter und Paul Hilzingen e.V.“, im Beisein von Bürgermeister Holger Mayer und von Michael Knaus, Leitender Pfarrer der Oberen Seelsorgeeinheit Hegau, mit Kirchenmusikdirektor Georg Koch einen mehrfach ausgezeichneten und international bekannten Künstler und Musikwissenschaftler an der Orgel begrüßen.
Koch wies eingangs darauf hin, dass die Erforschung der Werke Johann Sebastian Bachs noch immer neue Erkenntnisse liefert: Welche Kompositionen nun erwiesenermaßen Bach zuzuordnen sind, welche nicht und welche neu hinzukommen. Mit seinem Programm „Bach, oder..?“ verknüpfte er die entscheidende Rätsel- und Schätzfrage an das Publikum: „Wieviel Prozent der Spielzeit des heute erklingenden Konzerts sind nach heutigem Forschungsstand zweifelsfrei Werke Johann Sebastian Bachs?“ Antworten mit Absenderangabe können bis zum 20. Juni per Postkarte an das Bezirkskanorat, Poppeleweg 4, 78259 Mühlhausen-Ehingen oder per E-Mail an barocksommer-raetsel@web.de übersandt werden.
So erklangen in Folge dreizehn virtuos und einfühlsam von Koch vorgetragene Orgelkompositionen, deren Zuordnung zwar verborgen blieb, die aber einen einzigartigen Hörgenuss im weiträumigen Kirchenschiff boten. Bach, dessen Werke wohl doch im Mittelpunkt standen, vermittelt in seinen zeitlosen Kompositionen den Eindruck, dass er jede Stufe auf der Treppe unserer Gefühle, Gedanken und Empfindungen kennt - verlor er doch in nur sieben Jahren neun geliebte Menschen, darunter drei seiner kleinen Kinder, ohne jedoch den Glauben zu verlieren.
Als Zugabe spielte Koch „Liebster Jesu, wir sind hier“ in der Bearbeitung durch Johann Sebastian Bach. Er wurde mit langem, dankbarem Beifall des Publikums bedacht und mit einem guten Tropfen von Dietmar Stephan für seine fulminante Leistung an der Raum und Herz füllenden Thomas-Orgel belohnt. Das weitere Programm findet sich unter kath-hilzingen.de/barocksommer.
Autor:Bernhard Grunewald aus Singen |