GLKN bricht die Zelte schnell ab
Krankenhaus Stühlingen wird schon ab August geschlossen

Die Tage des Loreto-Krankenhaus Stühlingen sind gezählt. Der Gesundheitsverbund des Landkreis Konstanz will hier schon Ende Juli die Zelte abbrechen, wie er nun nach einer Entscheidung des Aufsichtsrats informierte. Nur das MVZ werde bis zu einer Übernahme durch die Klinik des Landkreis Waldshut weiter betrieben.
  • Die Tage des Loreto-Krankenhaus Stühlingen sind gezählt. Der Gesundheitsverbund des Landkreis Konstanz will hier schon Ende Juli die Zelte abbrechen, wie er nun nach einer Entscheidung des Aufsichtsrats informierte. Nur das MVZ werde bis zu einer Übernahme durch die Klinik des Landkreis Waldshut weiter betrieben.
  • Foto: Freundeskreis Krankenhaus Loreto
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Kreis Konstanz / Stühlingen. Die Gesellschafterversammlung des Gesund­heitsverbundes Landkreis Konstanz (GLKN) hat laut einer Mitteilung der Pressestelle des Landratsamt Konstanz einvernehmlich mit dem Aufsichtsrat die Beendigung der stationären Krankenhausversorgung in Stühlingen im Landkreis Waldshut bereits zum 31. Juli 2022 beschlossen. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) werde aber zunächst weiterhin durch den GLKN betrieben, so die Information.
Der Betrieb des Klinikstandorts Stühlingen des Gesundheitsverbundes Landkreis Konstanz könne durch den sich zuspitzenden Personalmangel im Bereich der Ärzteschaft sowie des Pflegepersonals die notwendige Dienst­abdeckung ab August 2022 nicht mehr sicherstellen, wird der schnelle Rückzug begründet.  In der Konsequenz haben die Gesellschafterversammlung sowie der Aufsichtsrat des GLKN die Beendigung der stationären Krankenhausversorgung zum 31. Juli 2022 beschlossen. Bis dahin werden die Patientinnen und Patienten weiterhin stationär in Stühlingen versorgt. Dazu werden auch die vorhandenen Struk­turen des MVZ genutzt. Das MVZ wird vorübergehend weiterhin durch den GLKN betrieben, perspekti­visch sei da ein Betrieb durch die Klinikum Hochrhein GmbH des Landkreises Waldshut geplant.
In einer Mitarbeiterversammlung am 8. Juni 2022 informierte die Ge­schäftsführung und Krankenhausleitung die Beschäftigten vor Ort über die bevorstehende Beendigung der stationären Krankenhausversorgung. Der Rückzug des Gesundheitsverbunds werde für die Mitarbeitenden jedoch keine betriebsbedingten Kündigungen zur Folge haben. „Wir möchten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter moti­vieren, am GLKN zu bleiben und sich an einem anderen Standort einzu­bringen“, wird hier Bernd Sieber, Geschäftsführer des GLKN zitiert.
„Die Schließung des Standorts ist eine Folge der aktuellen Entwicklungen vor Ort und unterstreicht das Ergebnis des Gutachtens. Gleichwohl ist uns der Verbleib der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im GLKN wichtig, sodass wir selbstverständlich allen ein konkretes Angebot zur Weiterbeschäftigung an einem anderen Standort machen und zu einem Wechsel ermuntern. Ebenso sind wir in Bezug auf die Nachnutzung in einem engen Austausch mit dem Landkreis Waldshut, wobei unser Fokus aktuell klar auf den betrof­fenen Mitarbeitenden liegt“, sagt Landrat Zeno Danner in der Mitteilung.
Die medizinische Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner in diesem Teil des Landkreis Waldshut werde durch das MVZ und die weiteren stationären Versorgungsangebote im Landkreis selbst und den angrenzenden Kreisen sichergestellt. Bereits heute gebe es ein nur eingeschränktes internistisches Leistungsangebot am Standort Stühlingen als wohnortnahe Versorgung, weshalb die Einwohnerinnen und Einwohner bei darüber hinaus gehenden Erkrankungen über die vor­genannten Leistungsangebote versorgt werden.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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