Im Winterwunderland des Konstanzer Stadtgartens
Ein Moment der Unbeschwertheit in schweren Zeiten

Nese Erikli | Foto: Lena Lux
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Es haben sich viele tolle Dinge für mich hier am Bodensee ereignet und er ist ein besonderer Ort für mich. Wenn ich zum Beispiel aus Stuttgart nach Hause komme und den See sehe, dann ist alles wieder gut. Zum Beispiel komme ich auf dem Weg zu Terminen mehrfach in der Woche am Stadtgarten vorbei und ich halte da immer einen Moment inne.

Der Stadtgarten, eingebettet zwischen historischen Gebäuden und dem malerischen Bodensee, ist für mich eine Oase der Ruhe. Sein Charme liegt nicht nur in der Natur, sondern auch in den Begegnungen, die man hier erleben kann. Eines dieser Erlebnisse prägte sich besonders tief in mein Gedächtnis ein:

Als im Januar 2021 der Schnee die Stadt Konstanz in ein zauberhaftes Winterwunderland verwandelte, entschloss ich mich zu einem Spaziergang mit meiner Tochter. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel, während der frische Schnee unter unseren Stiefeln knirschte. Wir schlenderten entlang der Seestraße zum Stadtgarten, wo sich eine sehr stimmungsvolle Szenerie entfaltete: Im Stadtgarten angekommen, begrüßten uns fröhliche Stimmen und das ausgelassene Lachen spielender Kinder in reichlich viel Schnee. Familien hatten im Stadtgarten ein Winterparadies erschaffen. Meine Tochter und ich gesellten uns dazu und gemeinsam bauten wir Schneemänner. Und obwohl wir keine Karotte für die Nase und keine Kastanien für die Augen dabeihatten, waren es die schönsten Schneemänner, die ich jemals mit meiner Tochter gemeinsam gebaut habe. Andere Familien hatten ganze Iglus aus Schnee gebaut und das Gelächter der Kinder klang durch den Stadtgarten.

Die Zeit verging wie im Flug und die Sonne ging langsam unter. Der Himmel färbte sich in warmen Farbtönen, während die letzten Sonnenstrahlen den Schnee im Stadtgarten in glitzerndes Licht tauchten. Es war ein Moment purer Freude und Unbeschwertheit, der die Herausforderungen und Sorgen in der Welt vergessen ließ.
Mit der hereinbrechenden Dunkelheit und unter dem glitzernden Sternenhimmel machten wir uns schließlich selig auf den Heimweg. Der Stadtgarten hatte an diesem Tag nicht nur Schneemänner und glückliche Kinder gesehen, sondern auch die Gemeinschaft gestärkt. Dieser winterliche Ausflug wurde für mich zu einem lebendigen Bild der Hoffnung und des Zusammenhalts in schweren Zeiten der Corona-Pandemie.

Portrait:

Name: Nese Erikli

Alter: 42 Jahre

Wohnort: Konstanz

Beruf: Mitglied des Landtags Baden-Württemberg

Das verbindet mich mit der Region:
Da gibt es so viele Dinge und Personen. Zum einen ist das die Liebe zum See, in dem ich im Sommer gerne mit meiner Tochter bade oder im Herbst mit Freunden entlang spazieren gehe. Zum anderen ist die Region zu meiner Heimat geworden, in der ich viele Freundinnen und Freunde gefunden habe. Außerdem ist die Region so vielseitig und das passt gut zu mir. So wie auch die Fastnacht.

Was mich in meinem Tun antreibt:
Ich wollte schon immer etwas für die Menschen vor Ort bewirken. Schon immer war ich, auch politisch, engagiert. Und dann habe ich mich entschieden, das auch zu meinem Beruf zu machen.

Der Ort:

Foto: Nese Erikli
Foto: Nese Erikli

Der Stadtgarten strahlt für mich eine große Ruhe und auch Kraft aus. Dort kann ich durchatmen – bei all der Hektik des politischen Alltags. Zwar verschwanden die Spuren der Schneemänner, die wir dort im Januar 2021 gebaut hatten und das normale Leben kehrte zurück. Doch die Erinnerung an diesen besonderen Tag im Konstanzer Stadtgarten bleibt.

Text: Nese Erikli/Anja Kurz

Autor:

Redaktion aus Singen

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