HSG U23 verliert in Neuenbürg dezimiert
„Das ist sehr bitter“

Konstantin Pauli von der U23 der HSG Konstanz. | Foto: André Frensel
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Neuenbürg / Konstanz. Große Enttäuschung bei der U23: Die arg dezimierte Zweitliga-Reserve der HSG Konstanz musste trotz Drei-Tore-Führung zehn Minuten vor dem Ende eine ganz bittere 27:30 (12:12)-Niederlage beim Tabellennachbarn HC Neuenbürg hinnehmen. Am Samstag, 20 Uhr, kommt der TVB Stuttgart II in die Schänzle-Sporthalle.

„Das ist sehr bitter“, fasste Benjamin Schweda einen Abend zusammen, an dem alles gegen das jüngste Team der Oberliga gelaufen war. Erst musste Sven Iberl verletzungsbedingt passen, dann sagten auch noch kurzfristig Linkshänder Jan Stotten und Luca Lebherz erkrankt ab. Mit Niklas Brake fehlte dann noch ein zweiter Linkshänder sowie der Langzeitverletzte Jonas Hadlich. Die Folge: Das Konstanzer Perspektivteam ging sehr dezimiert in die Partie.
Viel durfte nicht mehr passieren – doch genau das geschah nach einem guten Start. Der einzig verbliebene Linkshänder für den rechten Rückraum, Jo Knipp, der zwei der ersten drei Treffer für seine Farben markiert hatte, sah nach sechseinhalb Minuten die Rote Karte nach einem Kontakt mit einem Gegenspieler im Gegenstoß. Der sechste Rückraumspieler, der nun fehlte. Zudem stand Konstanz nun gänzlich ohne Linkshänder für den Rückraum da und musste wenig später auch noch auf den nach zwei Wochen wieder in den Kader zurückgekehrten Rückraumspieler Fynn Osann verzichten, der mit Schwindelgefühlen vom Platz musste. Jetzt standen Schweda lediglich noch zwei Spieler für den Rückraum zur Verfügung – bei knapp 50 Minuten Restspielzeit. „Die Rote Karte und der frühe Ausfall von Fynn waren mitentscheidend“, stellte der HSG-Coach fest. „Ich muss meinen Jungs trotz einiger Fehler ein großes Lob aussprechen. Sie haben unermüdlich gekämpft.“

Denn trotz aller Rückschläge brachte Felix Fehrenbach die Gäste nach knapp 20 Minuten mit 8:6 in Front. Selbst als die Nordbadener nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang (12:12) auf 17:14 davonzogen, kam die Konstanzer „Rumpftruppe“ immer wieder zurück. Schwedas Schachzug: Er schickte zwei Kreisläufer auf die Platte. Mit einem 5:0-Lauf wurde aus einem 14:17-Rückstand so eine 19:17-Führung. Als die Konstanzer neun Minuten vor Schluss gar mit 24:21 in Front lagen, schien gar die faustdicke Überraschung und der angesichts der unterschiedlichen personellen Voraussetzungen ganz große Coup in fremder Halle möglich. Doch die Gastgeber, die sich inzwischen gut auf die immer erschöpfteren Konstanzer eingestellt hatten, die gerade im Rückraum mit zwei Spielern über die komplette Distanz gehen mussten, drehten nochmal auf und die Partie zu ihren Gunsten. Eine Minute vor Schluss machte es Nico Koch mit dem Anschlusstreffer zum 27:28 richtig spannend. Danach ging Konstanz volles Risiko und musste am Ende die unglückliche 27:30-Niederlage hinnehmen. „Ein Remis wäre verdient gewesen“, meinte Schweda, konnte sich aber bei aller Enttäuschung zumindest notieren, dass der am Saisonende bei Punktgleichheit entscheidende direkte Vergleich nach dem 32:26-Erfolg im Hinspiel an seine Mannschaft geht. „Mit einem vollen Kader können wir gegen jede Mannhaft gewinnen“, so der 28-Jährige kämpferisch vor dem nächsten Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen Stuttgarts Erstliga-Reserve – den aktuellen Tabellenführer. Dann, so hofft er, wieder mit ein paar Alternativen mehr – vor allem im Rückraum.

HSG Konstanz U23: Konstantin Pauli, Jason Moses (Tor); Felix Fehrenbach (5/2), Nico Kriessler (2), Fynn Osann (3), Pascal Mack (4), Nico Koch (4), Gianluca Herbel (5/1), Jo Knipp (2), Leon Ulmer, Jens Koester, Quirin Köble, Jona Mauch (2).

Autor:

Andreas Joas aus Konstanz

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