Mitgliederversammlung der DLRG Moos
Bootlose Zeiten bei den Wasserrettern
- Berthold Thum ist für 50 Jahre Mitgliedschaft beim DLRG Moos geehrt worden.
- Foto: Marcelino Rüth
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Moos. „Jedem Bürger muss es eine Herzensangelegenheit sein, dass die DLRG ein gescheites Boot unter dem Hintern hat“, so der Bürgermeister von Moos Patrick Krauss. Das dies zurzeit nicht so ist, zeigte sich bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der DLRG Moos. Diese war zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Moss, die ihrem Kameraden und Vorsitzenden der DLRG Ortsgruppe, Henning Salzer, in Nachbarschaftshilfe ihren Versammlungsraum zur Verfügung stellte.
Da weniger als zehn Prozent der Mitglieder die Gelegenheit nutzten, um über das vergangene Jahr, den momentanen Kassenstand, die Zukunftspläne informiert zu werden und bei den Wahlen aktiv eingreifen zu können, war der Raum mehr als ausreichend. Die Berichte des Vorsitzenden, der Jugendleitung, der Ausbildung nass und trocken, der Einsatz und Technik und des Kassierers zeugten von einer überaus regen Vereins- und Rettungstätigkeit. So dass auch die Vertretung des übergeordneten Bezirksverbandes Michael Koch seiner Zufriedenheit Ausdruck gab: „Schön zu sehen, was bei euch läuft.“
Dass so viel läuft hat zum einen mit der vorbildlichen Jugendarbeit zu tun. Sie berichteten nicht nur von den Pflichtaufgaben, wie Ausbildung und Wachzeiten, sondern auch von Wettbewerben, Ausflügen und Lagern. Zum anderen gelingt es dem Verein eben auch, ihre Mitglieder durch Weiterbildungen, Übertragung von Verantwortung und Einbindung in das Dorfgeschehen bei der Stange zu halten. Dies unterstrich an dem Abend die lange Liste der 19 gehrten zur zehnjährigen Mitgliedschaft. Aber mit Julia von Mende und Wolf-Dieter Heinbach gab es sogar zwei Geehrte, welche zu 40 Jahre Mitgliedschaft gewürdigt wurden.
Mit einem großen Geschenkkorb wurde dann noch Berthold Thum zum 50-Jährigen ausgezeichnet. Diese Ehrung erreichte auch Inge Allinger. Bürgermeister Krauss brachte es in seinem Grußwort auf den Punkt: „Mein Dank gilt nicht nur dem Rettungsdienst auf oder am Wasser, sondern auch allen weiteren Leistungen für die Gemeinde.“ Unverständnis äußerte er aber über die monatelange, bootlose Zeit des Rettungsdienstes. „Warum hat der Landesverband keinen funktionierenden Bedarfsplan?“, fragte er den anwesenden Leiter des Wasserrettungsdienstes des Bezirkes Koch.
In dem vorherigen Bericht der Abteilung Einsatz und Technik ist aufgezeigt worden, dass das Motorrettungsboot Pelikan der Mooser DLRG nach jahrzehntelangem Einsatz im letzten Sommer außer Dienst gestellt werden musste. Nachdem schon in den letzten zehn Jahren an die 50.000 Euro Reparaturkosten angefallen waren, hätten nun für die Richtung des Antriebs wieder 13.000 Euro eingesetzt werden müssen. So entschied man sich für eine Neuanschaffung. Es zeigte sich aber, dass dies durch die Einhaltung aller vorgeschriebenen Abläufe, die Beschaffung vom Landesverband nicht vor 2028 erfolgen wird.
So wurde vorrübergehend ein kleineres Ersatzboot angeschafft, welches nun so umgerüstet wird, dass es 2028 wieder verkauft werden kann. Dessen Bootstaufe kann dann schon am 15. Mai 2026 stattfinden. Dass diese Anschaffungen möglich waren und sind, ist nur der vorrausschauenden Haushaltsplanung zu verdanken. Trotz Einnahmenverlust, so konnten die Aufnahmen zur TV-Serie „WaPo-Bodensee“ auf Grund des Fahrzeugmangels nur einmal abgesichert werden, zeigte der Kassenbericht, dass der Verein finanziell auf gesunden Füssen steht. Damit dies auch so bleibt, sah sich die Vorstandschaft gezwungen die Mitgliedsbeiträge moderat zu erhöhen. Dieser Antrag wurde genauso einstimmig angenommen, wie auch die Wahl Max Blazej zum Technischen Leiter Boot und Fahrzeuge.
Marcelino Rüth
Autor:Redaktion aus Singen |