175 Jahre Feuerwehr Zoznegg
Kameraden feiern zum Jubiläum ein zweitägiges Fest
- Man sieht ihnen die 175 Jahre gar nicht an: Zum Jubiläum feiert die Feuerwehr Zoznegg ein zweitägiges Fest.
- Foto: Feuerwehr Zoznegg
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Mühlingen-Zoznegg. 175 Jahre sind ein stolzes Alter. Kein Wunder also, dass es sich die Kameradinnen und Kameraden der die Feuerwehr Zoznegg nicht nehmen lassen, dieses Jubiläum am Freitag, 8. Mai, und am Sonntag, 10. Mai, in der Weiherbachhalle zu feiern. Denn so alt wird die Zoznegger Wehr in diesem Jahr - mindestens.
Denn im Jahr 1851 wird die Feuerwehr Zoznegg zum ersten Mal schriftlich festgehalten erwähnt, wie Kommandant Philipp Uhl erzählt. In den Kassenbüchern der damals noch eigenständigen Gemeinde ist festgehalten, dass 15 Kreuzer für das Reinigen der Feuerwehrspritze ausbezahlt worden ist. Es ist nicht unmöglich, dass es schon vor 1851 eine Feuerwehr gab. Trotzdem wird das Jahr als Gründungsjahr für die heutige Wehr herangezogen. 175 Jahre seien auch für eine Feuerwehr nicht alltäglich, meint Kommandant Uhl. Er wisse von drei Wehren in Baden-Württemberg, die das Alter haben.
In dieser Zeit hat sich viel verändert: neue Technik, neue Fahrzeuge, neue Einsatzarten. Überlandhilfe gab es zwar schon damals, so der Kommandant. Allerdings ohne die Hilfe von Whatsapp oder Feuermelder. "Das kann man sich gar nicht mehr vorstellen." Eine erste Überlandhilfe ist für das Jahr 1858 nachgewiesen. Damals rückte die Wehr Zoznegg mit ihrer Feuerspritze zu einem Brand in Mindersdorf aus. Das Problem: Zwischen Zoznegg und Mindersdorf lag damals eine Landesgrenze und die Kameraden mussten durch den Zoll. "Zweimal schickte der Zoll sie bei Einsätzen zurück", berichtet Philipp Uhl. Heute ist das glücklicherweise einfacher.
- Die Kameraden der Feuerwehr Zoznegg bei einer Parade im Jahr 1967. Es ist eines der ältesten Bilder, die es von der Wehr gibt.
- Foto: Feuerwehr Zoznegg
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Nun wird über zwei Tage gefeiert - mit einer Erholungspause dazwischen. "Die Zoznegger feiern gern", weiß Feuerwehrkommandant Philipp Uhl. Er geht daher davon aus, dass es am Freitag spät werden wird. "Einen Tag dazwischen hat da Vorteile." Los geht es am Freitag um 18 Uhr, wenn die Sirene das Fest eröffnet. An diesem Nachmittag wird es dann auch eine Schauübung am Schulgebäude geben.
Am Sonntag geht es dann um 8 Uhr weiter mit sechs Böllerschüssen. Pfarrer Heinz Vogel wird den Festgottesdienst abhalten. "Da Muttertag ist, bekommt jede Mutter ein kleines Präsent", kündigt Philipp Uhl an. Um 13 Uhr startet der Blaulichttag um die Weiherbachhalle. Es wird eine Höhenrettung simuliert und "die längste Eimerkette von Zoznegg" gebildet. Den Eimer kann dann jeder mit nach Hause nehmen - "als schönes Andenken".
Autor:Tobias Lange aus Singen |