Eröffnung der Kita Sonnenfalter
Wenn aus zwei Einrichtungen ein gemeinsamer Weg entsteht
- Von links: Anika Specker (Leiter Kita Sonnenfalter), Bürgermeister Thorsten Scigliano, Danielle Kryszon (Architektin bei "Riede Architekten"), Enrico Reif (Architekt bei "Riede Architekten"), Wolfgang Riede (Architekt und Gründer von "Riede Architekten")
- Foto: Eron Metolli
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Mühlingen. Mit Musik, vielen Gästen und sichtlich bewegten Rednern ist die neue Kindertagesstätte Sonnenfalter in Mühlingen am 24. Juli offiziell eingeweiht worden. Nach mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit ist aus einem Bauprojekt nun ein Ort geworden, an dem künftig Kinder spielen, lernen und aufwachsen werden.
„Ein Kindergarten ist mehr als nur ein Gebäude“, sagte Bürgermeister Thorsten Scigliano bei der Eröffnungsfeier. Gemeinsam mit Kita-Leiterin Anika Specker blickte er auf den langen Weg bis zur Fertigstellung zurück. Besonders wichtig sei es gewesen, die Mitarbeitenden frühzeitig in die Planung einzubeziehen. „Es ist nicht nur ein neues Gebäude entstanden, sondern aus zwei Einrichtungen ein gemeinsamer Weg“, betonte er.
Mit dem Neubau wurden die Kinderkrippe Morgenland und der Kindergarten Wunderland unter einem Dach vereint. Auch der neue Name „Sonnenfalter“ stehe für diesen gemeinsamen Neuanfang. Er symbolisiere Leichtigkeit, Bewegung aber auch Entwicklung und Wachstum. Auch das Logo trägt diese Idee in sich. Die Kinder wurden in dessen Gestaltung eingebunden und malten eigene Vorschläge, die in der Konzeption miteinbezogen wurden.
Scigliano nutzte die Einweihung auch, um allen Beteiligten zu danken – vom Gemeinderat über die Planungsbüros und Ingenieure bis hin zu den zahlreichen Handwerksbetrieben. Rückblickend sprach er von einer großen finanziellen und organisatorischen Herausforderung. Rund 120 Tage habe er sich intensiv mit dem Bau beschäftigt. Ursprünglich war mit Kosten von rund 4,5 Millionen Euro gerechnet worden. Zusätzliche Investitionen unter anderem in eine Photovoltaikanlage und einen Bolzplatz habe zu einer Kostensteigerung von zwölf bis 15 Prozent über den ursprünglichen Erwartungen geführt.
Entworfen wurde die Kita von Riede Architekten aus Singen. Architekt Wolfgang Riede bezeichnete das Gebäude als einen Ort des Spielens und Entdeckens. Kinder nähmen Architektur anders wahr als Erwachsene: „Fenster sind Aussichtspunkte, Ecken werden zu Höhlen und Flure zu Rennstrecken.“ Tatsächlich griff er genau diesen Gedanken auf und übergab Scigliano symbolisch zwei Bobbycars und einen riesigen Hefezopf – in Anspielung auf den großzügigen Spielflur, der künftig wohl oft als Rennstrecke dienen wird. Der eingeschossige, pavillonartige Neubau weist rund 1.200 Quadratmeter Nutzfläche auf. Große Fensterflächen lassen Tageslicht tief ins Gebäude fallen, Raumhöhen von bis zu fünf Metern sorgen für ein offenes Raumgefühl. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Hitzeschutz seien konsequent mitgedacht worden – etwa durch große Vordächer, eine moderne Lüftungsanlage sowie hochwertige Dämmung und Verglasung.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Kindern selbst. Anschließend segnete Pfarrer Thomas Huber aus Stockach das neue Gebäude und wünschte den Kindern einen Ort voller Geborgenheit, Leichtigkeit und Zuversicht. Bei kühlen Getränken nutzten zahlreiche Besucher schließlich die Gelegenheit, die neuen Räume erstmals zu besichtigen. Nach den baulichen Herausforderungen der vergangenen Monate beginnt für die Kita Sonnenfalter nun ihre eigentliche Geschichte – mit Kinderlachen statt Baustellenlärm.
von Eron Metolli
Autor:Redaktion aus Singen |