RMSV Orsingen/Kunstrad
Mia-Marie Muffler fährt auf Platz 22 bei der UCI-Weltmeisterschaft
- Mia-Marie Muffler vom RMSV Orsingen erreichte bei der UCI-Weltmeisterschaft in Göppingen.
- Foto: Wilfried Schwarz
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Göttingen. Bei der UCI-Hallenradsport-Weltmeisterschaft vom 7. bis 9. November in der EWS-Arena im schwäbischen Göppingen fährt die beim RMSV Orsingen beheimatete und mit spanischen Wurzeln versehene und damit international für das Heimatland ihrer Mutter startende Mia-Marei Muffler auf Platz 22.
Als spanische Lokalmatadorin wurde sie vom Sprecher in der EWS-Arena vor ihrem Start angekündigt, weil sie im südlichen Baden-Württemberg zu Hause ist. Damit hatte sie gerade mal knapp 190 KM Anreise nach Göttingen. Zum zweiten Mal nach Bremen 2024 startet die Orsingerin, betreut von Heimtrainerin Ulrike Temme und dem spanischen Nationaltrainer Jose Arellano als Nummer 16 in dem mit 29 Sportlerinnen aus insgesamt 22 Nationen besetzten Starterfeld an den Start. Im Vorkampf ging es um den Einzug ins Final-Four, wo dann die Medaillen ausgefahren wurden. Aufgrund der Größe des Starterfeldes und der sonstigen Disziplinen im Kunstrad und Radball zog sich die Qualifikation über zwei Tage.
Mia-Marie ging daher bereits am Samstag an den Start. 105,9 Punkte hatte sie an Schwierigkeit eingereicht. Die Chancen auf eine Medaille war gleich Null, da die Favoritinnen hatten zwischen 180 und 200 Punkte eingegeben hatten. Sie begann sehr konzentriert mit dem Sattelstand. Konnte jedoch die Balance nicht ganz halten und musste vom Rad. „Beim Aufprall des Kunstrads auf den Parkettboden, hat es den Sattel kräftig verstellt“, so Trainerin Ulrike Temme. „Das har viel Zeit gekostet, bis sie diesen wieder in der richtigen Stellung hatte.“ Doch wenn man es nicht gewusst hätte, man hätte ihrer restlichen Kür dieses Malheur nicht angesehen. Am Ende jedoch fehlt die Zeit, sodass nicht alle Übungen in die Wertung kamen. Entsprechend ungläubig und enttäuscht schaute sie nach dem Abstieg auf die große Anzeigetafel. 75,47 Punkte wurden nach langer Beratung der Kampfrichter für sie bestätigt. Das war in diesem Moment Rang sieben.
Am Ende sollte sie den Schlussrang 22 belegen. Da hatte sie das Team Orsingen-Spanien aufgrund der WM-Vorbereitungen mehr erhofft. Die Vorrunde gewann Jana Pfann aus dem bayrischen Bruckmühl mit 184,14 Punkten. Sie war auch im Final-Four die Beste und holte sich mit 190,92 nach 2022 ihren zweiten WM-Titel vor Alessa Hotz (182,58) Baar/Schweiz und Lorena Schneider (167,93) Höchst/Österreich. Und die aus Mochenwangen bei Ravensburg stammende Magdalena Müller (Italien/158,64).
Quelle: Wilfried Schwarz
Autor:Presseinfo aus Singen |