Kostenträger und DRK ziehen positive Bilanz zu Hilfsfristen
Beim Rettungsdienst in den Top5 im Land

  • Foto: Hier laufen die Notrufe aus dem Landkreis für Rettungsdienste ein: Uwe Daltoe (AOK) und Patrik Lauinger (DRK) vom regionalen Bereichsausschuss sind stolz darauf, die Hilfsfristen im ganzen Kreis seit 5 Jahren zu 95 Prozent zu erfüllen. Das schaffen nur fü
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Radolfzell (of). Der Kreis Konstanz ist einer der fünf Landkreise im Land, bei denen die sogenannte »Hilfsfristeinhaltungsquote« für die Rettungswagen wie für die Einsätze der Notärzte beständig über der geforderten Marke von 95 Prozent liegt.
Das bedeutet, das zum Beispiel im letzten Jahr in 95,01 Prozent von Notfallmeldungen der Krankenwagen innerhalb von 15 Minuten vor Ort war.
Die Notärzte waren sogar noch besser, denn dieser kamen sogar in 95,7 Prozent der Fälle innerhalb der geforderten 15 Minuten am Ort des Notfalls an, teilten der Geschäftsführer des DRK Kreisverbands, Patrik Lauinger wie Uwe Daltoe von der AOK mit. Die beiden vertreten den sogenannten Bereichsausschuss, der solche Bilanzen regelmäßig prüft, auch um zum Beispiel einer Verstärkung des Fuhrparks auf enventuelle Lücken zu reagieren.
Die Zahl der Notfalleinsätze, so Patrik Lauinger, sei in den letzten fünf Jahren auch stark angestiegen, um so bemerkenswerter ist für, wie das Rettungsystem im Kreis damit Schritt halten konnte. »Der Anstrieg der letzten Jahre setzt sich wahrscheinlich auch nicht weiter fort«, schätzt er die Lage ein. »Ein Teil des Wachstums ist auch der Vorsicht von Pflegediensten oder Ärzten geschuldet, die lieber früher einen Rettungsdienst alarmieren«, so Lauinger. Zu gewissen Uhrzeiten gebe es da dann schon mal Engpässe in der Verfügbarkeit der Rettungswagen.
Im letzten Jahr verzeichneten die Rettungsdienste rund 11.000 Rettungswagentransporte, von denen rund 7.000 relevant für die Hilfsfristen waren, so waren es vor fünf Jahren noch 8.500 Einsätze gewesen, von denen bei 5.500 Notfalleinsätzen die Uhr mitgelaufen ist.
Die guten Zahlen bestätigen dabei die Strukturen, die das DRK und auch die anderen Rettungsdienste unter Federführung des Bereichsausschusses im Kreis aufgebaut haben.
Das DRK betreibt in Konstanz, Radolfzell, Singen, Engen und Stockach Rettungswachen, so sei es möglich auch die entfernten Winkel des Landkreises innerhalb der Frist zu erreichen, auch unter widrigen Umständen wie etwa im Winter. »Wir sind hier am Landkreis auch noch vor anderer Herausforderungen gestellt, zum Beispiel durch rund eine Million Touristen, die übers Jahr sich zusätzlich hier aufhalten«, betont Uwe Daltoe.
Nicht immer ist nur der Abstand zum Einsatzort entscheidend, ist die Erfahrung von Patrik Lauinger. »Wir haben sehr oft das Problem, dass bei Anrufen sehr unklar ist, was für eim Notfall vorliegt. Manchmal fahren wir in voller Besetzung vor, obwohl sich jemand nur in den Finger geschnitten hat«, So Lauinger. »Damit sind wir aber für einen anderen Einsatz erst mal nicht verfügbar.«
Deshalb bitten Uwe Daltoe und Patrik Lauinger ganz dringend darum, bei den Notrufen trotz allem einen kühlen Kopf zu bewahren.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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