ÖPNV in Radolfzell
Der Stadtbus kommt bald auch nach Stahringen
- Auf eine gute Zusammenarbeit im Busverkehr freuen sich (von links) Vertreter der Stadtbus Tuttlingen Klink GmbH - Tim Vollmer (kaufmännischer Leiter) und Geschäftsführer Rainer Klink - sowie Udo Rothmund (kaufmännischer Leiter Stadtwerke Radolfzell), Stahringens Ortsvorsteher Jürgen Aichelmann und Oberbürgermeister Simon Gröger.
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Radolfzell. Es sind gute Nachrichten für Stahringen: Ab 2026 wird der Stadtbus auch diesen Radolfzeller Stadtteil anfahren. Bei einem Pressegespräch im Rathaus wurde der neue Busfahrplan vorgestellt, der einige Änderungen mit sich bringt.
Allen voran einen neuen Dienstleister. Ab 2026 fährt hier die Stadtbus Tuttlingen Klink GmbH. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Tuttlingen, Betriebshöfen in Moos und Singen und einem Stellplatz in Welschingen ist in der Region kein Unbekannter. Seit 2020 übernimmt sie einen Großteil des Regionalverkehrs im Landkreis, hatte hier mit einigen Startschwierigkeiten - darunter Verspätungen, Ausfälle und ausgelassene Haltestellen zu kämpfen.
Etwaige Sorgen angesichts dieser Vorgeschichte ließen sich die Vertreter von Stadt und Stadtwerken allerdings nicht anmerken. Vielmehr wurde der positive Umstand betont, dass nun auch das bisher abgehängte Stahringen angefahren wird. Damit sei man einem Wunsch der Bevölkerung nachgekommen, meinte Ortsvorsteher Jürgen Aichelmann. "Ich hoffe, dass das Angebot von der Bevölkerung angenommen wird."
Auch die Anbindung innerhalb der Stadt sei verbessert worden, betonte Udo Rothmund, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Radolfzell. So wird die Mettnau zukünftig halbstündlich angefahren, der Bedarfsverkehr wird auf die gesamte Woche erweitert und kann auch über die Internetseite weit im Voraus gebucht werden. Auch Daueraufträge - also regelmäßige Fahrten - können eingerichtet werden. An jeder Haltestelle wird es einen QR-Code geben, der Fahrgäste darüber informiert, wo der Bus gerade ist und wie lange noch auf ihn gewartet werden muss, so Rothmund.
Fahrkarten werden digital
Die bisherigen Chipkarten werden ausgemustert. Stattdessen soll es digitale Fahrkarten über eine App geben. Der Fahrgast zeigt beim Einsteigen sein Mobiltelefon vor und ein Lichtsignal - grün für gültig, rot für gesperrt - signalisiert dem Fahrer, ob der Fahrgast über eine gültige Monats- oder Jahreskarte verfügt. Alternativ steht aber auch ein Papierticket zur Verfügung, versicherte Udo Rothmund. Ersatzlos gestrichen wird hingegen die Mehrfahrtenkarte. "Die macht keinen Sinn mehr", sagte Rothmund. Denn seit der Stadtbus nur noch einen Euro kostet, gibt es keinen Rabatt mehr. Der Restwert soll aber erstattet werden. Bis zum 31. Januar kann sie bei der Tourist-Info zurückgegeben werden.
Der Vertrag über den Stadtbusverkehr mit Stadtbus Klink läuft über 13 Jahre. "Das ist eine lange Zeit", meinte Oberbürgermeister Simon Gröger. Das schaffe aber auch Planungssicherheit. Die Busfirma Klink wird in Radolfzell überwiegen Elektro- und Hybridfahrzeuge einsetzen. Geplant sind fünf E-Busse, vier Hybridbusse sowie zwei E-Midibusse. Für den Schülerverkehr kommen zudem drei Dieselbusse, die die Euro-6-Abgasnorm erfüllen, und für den Bedarfsverkehr ein Großraum-PKW. Das hauptsächlich E-Fahrzeuge zum Einsatz kommen sei ihm wichtig gewesen, meinte der OB.
Was sich für die Fahrgäste hinsichtlich der neuen Buslinien verändert, gibt es in den neuen Fahrplänen zu finden. Diese liegen in gedruckter Form in der Toursit-Info, im Rathaus, den Ortsverwaltungen und im Kundencenter der Stadtwerke aus. Zudem sind sie auf der Internetseite der Stadtwerke zu finden und herunterzuladen.
Autor:Tobias Lange aus Singen |