Aktivisten sehen in Müllablagerungen über Fledermaushöhle ein großes Problem
Arbeitskreis Fledermausschutz wehrt sich gegen Darstellung des Baudepartements

Fledermäuse Rheinfall
  • Fledermäuse Rheinfall
  • Foto: Symbolbild Fledermauskolonie Rheinfall.
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Schaffhausen. Nach der Demonstration des Schaffhauser Arbeitskreis Fledermausschutz in Sachen "Behördenignoranz" bezüglich des Fledermausschutz im Bereich des Rheinfalls, hat sich nun der Arbeitskreis mit einer eigenen Darstellung gegen die Medienmitteilung des Schaffhauser Baudepartements gewandt und schildert die Vorgänge aus seiner Sicht. Hier ist die Mitteilung des Arbeitskreises dazu:

"In einer Medien-Mitteilung des Baudepartements des Kantons Schaffhausen vom 19. Juni wird uns unterstellt, wir hätten eine im gemeinsamen Gespräch gemachte Übereinkunft nachträglich verworfen. Dies stimmt so nicht. Dem Baudepartement hatten wir im Vorfeld des Treffens schriftlich klar mitgeteilt: "...es bleibt dann bei einem reinen Kennenlernen ohne verbindliche und kommunizierbare Zusagen und Abmachungen".

Im Anschluss an die Besprechung lehnte unser Vorstand die Idee eines gemeinsamen Pressekommuniqués mit Absage der Demo schließlich ab, da er die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt sah. Insbesondere zeichnete sich keine greifbare Lösung im Hinblick auf den Schutz der Fledermaus-Wochenstube in der Höhle ab.

Damit wird aus unserer Sicht nur von den wahren Problemen abgelenkt, deren Lösung nach nunmehr zwei Monaten nach Anmeldung der Bedenken unsererseits im Interesse des Schutzes der Fledermauskolonie längst überfällig wäre. Der Entsorgungsplatz des Kiosks befindet sich neben dem Verpflegungsstand, direkt über dem Eingang der Fledermaus-Höhle. Damit fungiert ein Schutzobjekt von europäischer Bedeutung offiziell als Müllablage.

Wir finden das nicht nur respektlos gegenüber dem Natur- und Landschaftsschutz, sondern wie gesagt auch gefährlich (Gefahr der Versickerung von Problemstoffen zu den Fledermaus-Hangplätzen, die unmittelbar darunter liegen). Ob sich die zuständigen kantonalen Stellen hier an geltende gesetzliche und planerische Vorgaben halten, bleibt aus unserer Sicht fraglich.
Auch wir bleiben gesprächsbereit, wenn zielorientiert an Lösungen zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes, der im BLN-Gebiet (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler) klar Vorrang geniesst, gearbeitet werden kann.

Hier geht's zur Petition »Für einen sorgsamen Umgang mit unserem Rheinfall«: http://flädermüüs.ch/Petition_Rheinfall.pdf

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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