Chormusik - von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert

Foto: Frank Martin

Am Sonntag, 21. April 2024, bringt der Madrigalchor Alu Singen um 17 Uhr in der Barockkirche St. Peter und Paul in Hilzingen ein vielschichtiges Programm zur Aufführung. Es beinhaltet zum einen Werke von der Renaissance bis in die Gegenwart. An einem geistlichen Text, dem Psalm 100, wird zum anderen hörbar, wie unterschiedlich zum gleichen Thema komponiert wurde. Und schließlich erweist der Chor dem Komponisten Anton Bruckner anlässlich seines 200. Geburtstags die Reverenz. Die Programmteile werden unterbrochen durch das Orgelkonzert in a-Moll, BWV 593, das Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) als Bearbeitung von Antonio Vivaldis (1678 – 1741) Konzert für zwei Violinen, RV 522, geschrieben hat. Die Orgel spielt Eike Renner. Den Chor dirigiert Hartmut Kasper, die Chororgel spielt Barbara Kasper. Der Erlös des Konzerts kommt dem Bauförderverein St. Peter und Paul Hilzingen e.V. zugute.

Zum Eingang kontrastieren der zeitgenössische Komponist John Rutter (* 1945) aus England mit dem Renaissance–Komponisten Leo Haßler (1584-1612). Rutter vertont den Text «God be in my head» aus dem Jahr 1514 in der Tradition der englischen Kathedralmusik. Manche Harmonien verraten dann doch, dass es sich um eine zeitgenössische Komposition handelt. Haßlers „Cantate Domino“ ist tänzerisch, wechselt den Takt und ist ein Beispiel für die Stilwende von der späten Renaissance-Polyphonie zur venezianisch-frühbarocken Klangentfaltung. Anschließend wird drei Mal Psalm 100 „Jauchzet dem Herrn“ gesungen, zunächst von Orlando di Lasso (um 1532 – 1564) eine vierstimmige Motette; Heinrich Schütz (1585 – 1672) komponierte für einen Doppelchor; Felix Mendelssohn-Bartholdy komponierte (1809-1847) vier- bis achtstimmig.

Im Mittelteil des Konzerts ist Anton Bruckner (1824-1896) zu hören. Er stammte aus einer oberösterreichischen Bauernfamilie, war Singknabe im Stift Sankt Florian nahe Linz, wirkte dann dort als Organist, nahm in Wien Theorieunterricht in Formenlehre und Instrumentation, ging auf Konzertreisen nach England, Frankreich und in die Schweiz und wurde schließlich am Wiener Konservatorium Professor für Generalbass, Kontrapunkt und Orgel. Die Motetten „Ave Maria“, „Locus iste“, „Os justi“ und „Christus factus est“ entstanden in den Jahren 1861 bis 1884. Diese geistlichen Werke arbeiten mit starken dynamischen Kontrasten, ihre romantische Harmonik kommt vor allem in großen Kirchenräumen zur Geltung.

Im dritten Teil kommt noch einmal John Rutter zu Gehör mit „Open thou mine eyes“ und abschliessend - gottesdienstlicher Liturgie entsprechend – dem Segenslied „The Lord bless you and keep you“. Dazwischen erklingt von Karl Jenkins (* 1944) das „Agnus Dei“ aus der Friedensmesse „The Armed Man“, eine Komposition, die alte und neue Musik auf faszinierende Weise kombiniert.

Der Eintritt zum Konzert ist frei; der Chor erhofft sich aber eine großzügige Kollekte, die der Arbeit des Bauförderverein St. Peter und Paul Hilzingen e.V. zugute kommen soll.

(Siehe auch www.mca-singen.de)

Autor:

WasWannWo aus Singen

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