Sportlerehrung in Engen
Ein Abend für die Vorbilder und Impulsgeber

Alle anwesenden Geehrten des Freitagabend zusammen mit ihren Trainern, Mittelstreckenläufer Timo Benitz (5. von links) und Bürgermeister Johannes Moser (4. von rechts)
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  • Alle anwesenden Geehrten des Freitagabend zusammen mit ihren Trainern, Mittelstreckenläufer Timo Benitz (5. von links) und Bürgermeister Johannes Moser (4. von rechts)
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Engen. Zwei Jahre konnte sie nicht stattfinden, nun wurde der »verpasste« Zeitraum in einem Schwung nachgeholt: Am vergangenen Freitagabend fand in der neuen Stadthalle Engen die Sportlerehrung für die Jahre 2020 und 2021 statt.

Trotz Pandemie und Lockdowns hatte sich in dieser Zeit dann doch einiges an »ehrwürdigen« Leistungen angesammelt in der sportlich schon lange erfolgreichen Stadt Engen. Alles in allem kam der Abend auf 60 SportlerInnen, die über diese zwei Jahre ausgezeichnet wurden und ihre Sportarten Leichtathletik, Fußball, Taekwondo, Reiten, Handball, Kunst- und Einrad sowie Turnen vertraten.

Ein besonderes Highlight des Abends war der Besuch des Mittelstreckenläufers Timo Benitz, dessen sportlerische Grundsteine im TV Engen gelegt wurden und der als Exempel und Gastredner bei so manchem Sport-Junior in der Zuschauermenge Hoffnungen, Träume und gesunden Ehrgeiz wecken könnte.

Als Krönung des Abends wurden dann die SportlerInnen mit acht Anerkennungs- und 26 Sportpreisen gewürdigt. So zum Beispiel für das Jahr 2020 die Mannschaften der D- und C-Fußball-Juniorinnen des Hegauer FV für ihren Südbadischen Meistertitel im »Futsal«, eine südamerikanische Variante des Fußballs. Die Hälfte der ausgezeichneten Sportlerinnen waren dabei aus Karlsruhe per Video zugeschaltet, wo sie gegen den dortigen KSC um den Aufstieg in die Bundesliga im »Futsal« konkurrieren. Ebenfalls nachträglich ausgezeichnet wurde Luzia Herzig, die den 6. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Stabhochsprung der Leichtathletik erreichte. Auf der Bühne erzählt sie, dass es sehr motivierend sei »zu sehen, dass nicht so viele besser sind« und trägt so wie auch Benitz zum abendlichen Bild des sportlerischen Ehrgeizes bei.
Luzia Herzig erhielt auch für das Jahr 2021 sowohl einen Sportpreis, wie auch den Sonderpreis für insgesamt 17 erhaltene Sportpreise.

Der Sonderpreis für das Jahr 2020 blieb ebenfalls in der Familie Herzig, jedoch bei Vater Winfried Herzig, der als langjähriger und begeisterter Trainer und »Impulsgeber« die Begeisterung am Sport nicht nur in seiner eigenen Familie weckte. Jahrelang hatte er mit seinem »Markenzeichen Kamera« die kleinen und großen Momente seiner Schützlinge festgehalten und diese, egal ob »erste Reihe« oder nicht, gleichermaßen gefördert.

Sport habe schon immer eine große Rolle inne, besonders Kindern und Jugendlichen Werte wie Empathie und Toleranz, aber auch den Umgang mit Niederlagen, Siegen und Leistung aufzuzeigen. Gerade zu Zeiten von Corona sei zu spüren gewesen, was ohne die Möglichkeit zur sportlichen Kameradschaft fehlt. Trotzdem ist Bürgermeister Johannes Moser überzeugt, dass die Vereine nun mehr zusammengeschweißt wurden, so habe jeder Verein »Wege gefunden und etwas für die Sportler auf die Beine gestellt.« Auch im Jahr 2021 gab es demnach einige »Vorbilder für junge Menschen«, wie Moser alle Ausgezeichneten in seiner Eröffnungsrede betitelte. Exemplarisch hierfür sind die Kunst- und Einradfahrenden aus Aach, die nicht nur den ersten Platz im 4er-Kunstrad bei den Europameisterschaften der Juniorinnen, sondern zugleich noch den ersten und zweiten Platz im 4er-Einrad der Deutschen Meisterschaften. Insgesamt 162 Deutsche Meistertitel zählt der RMSV Edelweiss Aach inzwischen und gehört damit zu den erfolgreichsten Hallenradsportvereinen in Deutschland. Einige ihrer Wettkämpfe fanden im letzten Jahr zudem online statt. Außerdem wurden mit Noah Frensel und Mika-Ante Komin zwei heimische Spieler in der B-Jugend des HSG Konstanz ausgezeichnet. Diese hatten mit ihrer Mannschaft den Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga geschafft.

Das Rahmenprogramm für den Freitagabend gestaltete das Moderatoren-Duo aus Isabel Meier-Lang und Phillipp Gaiser, beide Sportpreisträger aus vergangenen Jahren. Abseits vom Engener Vereinssport begeisterte die neunköpfige Tanzgruppe »Fuego« von Colours of Dance in Singen mit ihrer Choreo und auch musikalisch wurde der Abend untermalt, durch drei Musikstücke des Musiklehrers Thomas Mertens mit seiner Schülerin Letizia Kopp.

Zur Ehrung in Frage kommt, wer als Sportler für Engen startet, dort wohnt oder zur Schule geht und einen Titel ab den Badischen Meisterschaften erringen konnte. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können nahestehende Personen, wie die Eltern, Trainer oder auch Lehrer einen Antrag einreichen.

Autor:

Anja Kurz aus Engen

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