Mit Kunstausstellung und geschmückter Kirche
Hilzingen platzte am Kirchweih-Sonntag wieder aus allen Nähten
- Wieder einmal großen Andrang gab es bei den Erntedankbildern in der Barockkirche, für dessen Bewundern sich schon vor der Mittagszeit eine Schlange bis vor die Kirche bildete.
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Hilzingen. Viel Kultur und (Erntedank-)Kunst konnten die zahlreich von Nah und Fern angereisten Besucher am Kirchweih-Sonntag, 18. Oktober in Hilzingen bewundern. Dabei gab es vor allem in der Barockkirche ein großes Jubiläum zu feiern.
Los ging es dabei traditionell schon um 9 Uhr mit dem großen Erntedankgottesdienst, nach welchem ab 11 Uhr die Gäste die mit dem Kirchweihschmuck reichlich geschmückte St. Peter & Paul Kirche bewundern konnten. Dabei konnte die Tradition die mit Blütenblättern, Körnern und Samen ausgelegten wie immer wieder beeindruckenden Erntedankbilder in diesem Jahr unter dem Motto "Danket dem Herrn" sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Das Motto kommt dabei nicht von ungefähr, so nimmt es sich hier dem Handwerk des Bilderlegens von den historischen Ursprüngen an und dem Wandel der Techniken an. Zu sehen sind die Bilder noch bis zum 25. Oktober von 10 bis 18 Uhr, ausgenommen hiervon sind Gottesdienste und Konzerte in der Kirche.
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Ebenfalls schon seit vielen Jahrzehnten Tradition hat die Hilzinger Kunstausstellung des Förderkreis Kunst und Kultur Hilzingen im August-Dietrich-Saal, die sich in diesem Jahr seltene Druckgraphiken von Erich Heckel widmet. Dabei handelt es sich um Graphiken, die laut dem Vorsitzenden des Förderkreis Kunst und Kultur Hilzingen, Bernhard Hertrich, erst kürzlich durch die in Hemmenhofen ansässige Erich-Heckel-Stiftung erworben wurde. Dabei ist die Ausstellung eine Reise zu den Anfängen der Ausstellung, wie sich Hertrich erinnerte. "Bereits 1975 veranstaltete unser Gründer Paul Gönner die erste Kunstausstellung mit Erich Heckel".
- Bürgermeister Holger Mayer (links), Hans Geissler (Mitte) und Bernhard Hertrich (rechts) umrahmen eine der wenigen farbigen Druckgraphiken von Erich Heckel.
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Folgend ging Hans Geissler, Vorstand der Erich-Heckel-Stiftung, auf den Künstler ein, der einer der wichtigsten Vertreter der frühen Moderne der deutschen Kunst war. Rund 1.000 Holzschnitte, Lithographien und Radierungen seien ihm zufolge von Heckel nachgewiesen, von denen etwa 70 Werke, darunter auch ein Holzschnitt seines berühmten Madonna-Bilds, in Hilzingen zu sehen sind. Als einer der Inspirationen für dessen Schaffen galten laut Geissler unter anderem die Holzschnitte von Edvard Munch. "Sein Ziel war es, mit dieser Kunst die Eigenart des Materials sinnlich erfahrbar zu machen", erklärte der Vorstand der Erich-Heckel-Stiftung. Die Ausstellung "Erich Heckel - Druckgraphik" kann diese Woche noch am heutigen Montag bis 18 Uhr sowie Dienstag, 20. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober von 14 bis 17 Uhr und am Wochenende jeweils von 10 bis 17 Uhr besucht werden. Darüber hinaus bietet Hans Geissler am morgigen Dienstag um 19.30 Uhr eine Führung durch die Ausstellung.
- Auch der Flohmarkt neben der Barockkirche fand bei den großen und kleinen Besuchern großes Interesse.
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Doch nicht nur von der Kunst ließen sich die Besucher durch die Hegau-Gemeinde treiben, sondern auch dem regen Marktgeschehen auf dem Kirchweih-Markt, der die Hauptstraße schon am frühen Vormittag aus allen Nähten platzen ließ und ein großes Angebot von Kunsthandwerk, dem Bücherflohmarkt des Museumsvereins bis hin zu kulinarischen Produkten aller Art anbot. Wem das immer noch nicht genug war, konnte sich im Festzelt musikalisch bestens unterhalten lassen, so unter anderem auch von der Spielgemeinschaft Raithaslach-Münchhof und Mahlspüren im Hegau, die zum Frühschoppen aufspielten.
Autor:Philipp Findling aus Singen |