Beschlussfassung im Bauausschuss und Kreistag
Es geht immer weiter voran beim BSZ Konstanz
- Die Bauzäune sind weg, womit nun die Holzfassade des Großprojekts BSZ Konstanz nun voll zur Geltung kommt.
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Konstanz. Die Bauarbeiten am Großprojekt Berufsschulzentrum Konstanz (BSZ) schreiten immer weiter voran. Zur aktuellen Sachlage wurde nun in der Sitzung des Bauausschusses des Landkreis Konstanz vom 13. Juli sowie im Kreistag vom 20. Juli deren Mitglieder kundgetan.
Dabei informierte Karin Seidl, Leiterin Amt für Hochbau und Gebäudemanagement des Landratsamts Konstanz, zunächst über den derzeitigen Baustand der Bauphase Süd. "Die Holzfassade", so Seidl, "sind mittlerweile fertiggestellt und befindet sich in gutem Blick." Generell schreiten ihr zufolge die Arbeiten an diesem Bauabschnitt gut voran. Auch die Arbeiten am Innenhof und dessen Fassade sind inzwischen beendet und die dortigen PV-Elemente am Dach montiert.
Sorgenfalten beim Verzug im Trockenbau
Was jedoch nicht nur Karin Seidl, sondern auch dem Planungsbüro Drees & Sommer etwas Bauchschmerzen bereite, sind die Verzüge in Sachen Trockenbau. "Gerade mit Hinblick auf die Terminlage macht uns das schon Sorgen", sagt Nico Gösele von Drees & Sommer. Der Umzug der Zeppelin-Gewerbeschule sei weiterhin für die Sommerferien 2027 geplant. "Generell möchten wir am Umzug in den Gewerblichen Teil 1 und 2 sowie das Zentralgebäude festhalten", zeigt sich Gösele zuversichtlich. Hierfür sei es dann auch notwendig, die Arbeiten an den Folgegewerken umzustrukturieren, um den Terminplan für die Bauphase Süd nicht noch weiter zu verzögern. "Jedoch sind wir guter Dinge, was den Zeitplan betrifft", so Nico Gösele. Im ersten Bauabschnitt sollen dann auch ein Teil der Klassenzimmer, dem Lehrerzimmer, der Mensa und zwei große Werkstatt-Gebäude fertig gestellt werden.
Beauftragung eines Totalübernehmers
Weiter informierte Carsten Philippin von Drees & Sommer über den aktuellen Stand bei der Bauphase Nord. Diesen Bauabschnitt, zu dem auch eine große neue Sporthalle gehören wird, gibt man an einen Totalübernehmer, das laut Philippin einem "Planen und Bauen aus einer Hand", sprich dass Architektur, Fachplanung und die gesamte Bauausführung über einen einzigen Vertragspartner abgewickelt werden, entspricht. "Der Totalübernehmer soll dann auch den Abbruch des Bestandsgebäudes der Zeppelin-Gewerbeschule an der Pestalozzistraße begleiten", erläuterte Philippin.
Für die Vergabe des "Planen und Bauen aus einer Hand" werde man unter juristischer Betreuung ein zweistufiges Verfahren anwenden, wie der zuständige Jurist Dr. Daniel Jung den Ausschussmitgliedern aufzeigte. Zunächst erfolgt ihm zufolge hier eine Marktansprache, worin vor allem regionale Investoren angesprochen werden sollen, ehe nach der Teilnahme- und Angebotsphase es in der Verhandlungsphase die Angebote der Investoren nachgebessert werden können. "Wer aus den drei bis fünf geeignesten Bietern hier das beste Angebot macht, erhält den Zuschlag", führte Jung weiter aus.
Unterschiedliche Referenzen als Vorgabe
Generell werde von den Bietern hier verschiedene Referenzen wie die Wahrnehmung des BSZ als Gesamtcampus die Optimierung der Sporthalle oder vor allem auch der starke Fokus auf die Wirtschaftlichkeit, ohne dabei die Qualitätsziele zu vernachlässigen, vorausgesetzt, erklärte Nico Gösele von Drees & Sommer weiter. Auch sei den Planern hier ein plausibler wie nachvollziehbarer Terminplan wichtig", so Gösele. "Das ist eine echte Herkules-Arbeit, der Sie sich hiermit annehmen", sagte Ausschussmitglied Marcus Zähringer gegenüber den Planern. "Das wird wahrlich nicht einfach."
Mehr Zeit für die Bieter ermöglicht
In der folgenden Kreistagssitzung vom 20. Juli wurde nun beschlossen, den Bietern rund zwei Wochen mehr Zeit bis Mitte September 2027 zu verschaffen, um ihre Angebote einzureichen. Dies teilte Adelyna Paul, stellvertretende Leiterin des Büro des Landrats auf Nachfrage des WOCHENBLATTs mit. "Die Folgetermine im weiteren Verfahrensablauf wurden dementsprechend angepasst. Der weitere Zeitplan sieht somit nach derzeitiger Sachlage nun vor, den Totalübernehmer im Sommer 2027 durch einen Beschluss des Kreistags mit der Bauphase Nord zu beauftragen, ehe voraussichtlich ab Mitte November 2027 mit der Arbeitsvorbereitung und Planung der Bauarbeiten begonnen werden soll. Der Baubeginn ist momentan für das Jahr 2028 vorgesehen, eine Inbetriebnahme der Bauphase Nord ist nach aktuellem Stand weiterhin für das Schuljahr 2030/31 geplant.
Autor:Philipp Findling aus Singen |