Prof. Claudius Marx fordert rasche Umsetzung von Pilotprojekt in der Region noch in 2018
IHK will »Grüne-Zettel-App« bis 2020 haben

Grüne Zettel
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  • Foto: Die IHK hofft auf eine funktionierende Grüne-Zettel-App bis 2020. sweb
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Kreis Konstanz. Die Vorbereitungen sind getroffen. Zur elektronischen Abfertigung der so genannten „grünen Ausfuhrkassenzettel“ (eigentlich: Ausfuhr- und Abnehmerbescheinigungen für Umsatzsteuerzwecke bei der Ausfuhr im nicht kommerziellen Reiseverkehr) liegt nun ein zukunftsweisendes und anwenderfreundliches Konzept vor, informiert Prof. Claudius Marx von der IHK Hochrhein-Bodensee. Das neue Konzept sieht eine moderne Lösung als mobile Applikation (App) vor. Die Einführung im Jahr 2020 scheint aus Sicht der IHK sehr gut möglich.

Die Grundkonzeption der Generalzolldirektion Hamburg wurde laut der aktuellen Mitteilung im Rahmen verschiedener Arbeitskreise mit lokalen Vertretern aus Handel und Dienstleistungen unter Moderation der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee (IHK) abgestimmt und positiv bewertet. Ein belastbares elektronisches Verfahren stehe somit unmittelbar vor der Realisierung.
Die IHK fordert von Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Entscheidung, dieses Konzept kurzfristig zu realisieren. In einem Schreiben wendet sich die IHK an den Bundesfinanzminister und unterstreicht die besondere Bedeutung einer elektronischen Abfertigung.
Für die Region Hochrhein-Bodensee, aber auch darüber hinaus in ganz Südbaden, habe die Schweizer Kundschaft eine außerordentliche Bedeutung. Der Einkaufstourismus sei unbestritten eine der Säulen des wirtschaftlichen Erfolges von Handel, Gastronomie und Tourismus am Bodensee, am Hochrhein und im Dreiländereck um Basel, Lörrach und Weil am Rhein. Nachweislich würden Tausende von Arbeits- und Ausbildungsplätzen geschaffen. Vitale Innenstädte, eine attraktive Angebotsstruktur und eine Markenvielfalt auf dem Niveau von Metropolen seien die sichtbaren Folgen. Neben den Unternehmen profitierten auch die Kommunen nachhaltig von Gewerbesteuern und anteiligen Lohn- und Einkommenssteuern.

Prof. Dr. Claudius Marx: „Durch die gute und konstruktive Zusammenarbeit der Generalzolldirektion Hamburg mit den betroffenen Händlern und Dienstleistern steht nun ein zeitgemäßes elektronisches Verfahren unmittelbar vor der Realisierung. Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist jetzt gefordert, die Freigabe zur Umsetzung zu erteilen. Für die mobile App-Anwendung könnte dann schon im kommenden Jahr die Pilotphase beginnen. Viele unserer Mitglieds- unternehmen haben sich aktiv für das vorliegende Konzept eingebracht und hoffen auf das Startsignal aus Berlin. Wir halten es für dringend geboten, den eingeschlagenen Weg zu Ende zu gehen. Er verspricht sowohl zeitlich, als auch verfahrenstechnisch für Zollverwaltung, Unternehmen und Kunden die beste Lösung.“

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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