Verdienstorden für Konstanzer Tafelgründerin
Unverzichtbare Institution geschaffen

Der Verdienstorden, der Anita Hoffmann am Mittwoch durch OB Uli Burchardt im Auftrag des Bundespräsidenten überreicht wurde, ging als ganze Tafel-Team.
  • Der Verdienstorden, der Anita Hoffmann am Mittwoch durch OB Uli Burchardt im Auftrag des Bundespräsidenten überreicht wurde, ging als ganze Tafel-Team.
  • Foto: Stadt Konstanz/ Pressestelle
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Konstanz. Anita Hoffmann, Gründerin der „Konstanzer Tafel“, hat am Mittwoch den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen.  Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Konstanzerin für ihr bürgerschaftliches Engagement als Gründerin und Leiterin der Konstanzer Tafel mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. OB Uli Burchardt überreichte Anita Hoffmann das Verdienstkreuz am Bande vor großem Publikum im historischen Ratssaal von Konstanz.
Vor 17 Jahren gründete Anita Hoffmann gemeinsam mit anderen die Konstanzer Tafel am Gottmannplatz, „eine nicht mehr weg zu denkende Institution und wichtige Dienstleistung für die Stadtgesellschaft“, betonte der OB.

Die Tafeln sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, und geben diese kostenlos oder zu einem symbolischen Betrag an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte ab. Diese „Brücke zwischen Überfluss und Mangel“ gebe nicht nur den TafelkundInnen mehr finanziellen Spielraum, sondern habe auch bedürftigen Tafelhelfern einen Arbeitsplatz oder eine Wohnung vermittelt. Anita Hoffmann leite einen „Schichtbetrieb mit hohen punktuellen Belastungen“ und organisiere 50 ehrenamtliche Kräfte. Hinzu komme das Einwerben von Sponsoren und die Kontaktpflege zu den Lebensmittelmärkten. Der Erfolg der Tafel beruhe nicht zuletzt auf ihrem sympathischen Auftreten und sachbezogener Arbeitsweise.

Der Antragsteller für diese besondere Auszeichnung, Udo Engelhardt, Vorsitzender der Tafeln im Landkreis Konstanz und Initiator der Singener Tafel als Zentrum des inzwischen auf fünf Standorte angewachsen Netzwerks im Landkreis, würdigte seine Stellvertreterin Anita Hoffmann als „Gesicht der Tafel“. Sie fülle verschiedene Funktionen kompetent aus und gebe den Helfern und den KundInnen „klare, transparente Orientierung“. „Anita Hoffmann beweist ein feines Händchen bei der Teamentwicklung und begegnet allen auf Augenhöhe. Man weiß durch sie, Spenden an die Tafel sind gut angelegt“, erklärte Udo Engelhardt.

In ihrer kurzen Dankesrede sprach Anita Hoffmann vor allem ihrem Team höchste Anerkennung aus. Im Rückblick sei auch die Kooperation mit der Singener Tafel ein „Glücksfall“ für die Entwicklung der Konstanzer Tafel gewesen.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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