Solides Wachstum auch durch Immobiliengeschäfte
Volksbank schafft die Milliarde nicht ganz

  • Foto: Die Volksbank Vorstände Roger Winter und Werner Haun stellten am Mittwoch die Bilanz 2013 für die Volksbank Konstanz-Radolfzell vor. swb-Bild: VobaKN
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Konstanz/ Radolfzell (of). „Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden, den damit hatten wir zu Anfang des letzten Jahres nicht ganz gerechnet“, betonte Werner Haun als Vorstand der Volksbank Konstanz-Radolfzell am Mittwoch, als er zusammen mit Roger Winter die Zahlen für das abgelaufene Jahr bekannt gab. Die Bilanzsummen-Milliarde wurde nicht ganz geschafft, sie steigerte sich von 974 Millionen Euro auf nun 987 Millionen Euro (+1,36 Prozent). Das Geschäftsvolumen stieg von 1,08 auf 1,09 Milliarden (0,84 Prozent). Die aktuelle Niedrigzinsphase ist nach der Meinung der beiden Bankvorstände absolut politisch gewollt und dürfte wegen der Staatsschulden auch noch einige Jahre anhalten. „Trotzdem sind viele Sparer weiter der Meinung, es würde sich da bald was ändern“, bedauert Werner Haun. Denn aus diesem Grund setzen diese Sparer eher auf kurzfristige Anlagen, die freilich oft nur Zinsen unterhalb der Inflationsrate bieten. Aber das sind zum Glück nicht alle.

Das betreute Kundenvolumen stieg um 6,6 Prozent an und kommt damit auf 1,967 Milliarden Euro. Diese Zahl sei inzwischen aussagekräftiger als die Bilanzsumme, betonte Werner Haun. Das Kreditgeschäft hat in der Summe einen Satz um 47 Millionen Euro (plus 6,8 Prozent) nach oben auf 738 Millionen Euro gemacht. Es sei in der Hauptsache vom stark aktivierten Immobiliengeschäft der Bank wie den Baufinanzierungen getragen, wurde am Mittwoch verdeutlicht. Die Kundeneinlagen stiegen um 2,6 Prozent auf 690,1 Millionen Euro. Angesichts der neuen Regelungen wie »Basel III" kommt der recht kräftigen Stärkung des Eigenkapitals um rund 10 Prozent auf nun 90,2 Millionen Euro eine besondere Bedeutung zu, denn damit könne die Bank die Kreditwünsche der Region auch in Zukunft bequem befriedigen.

Die Ertragslage mit gesamt 28,29 Millionen Euro unterstreicht, wie bedeutsam für die Volksbank Konstanz in Zeiten extrem niedriger Zinsen das Immobiliengeschäft wird, so Roger Winter. Es wurde sogar auf Vermietungsvermittlungen ausgedehnt. Der Zinsüberschuss der Bank war mit 19,1 Millionen Euro rückläufig, das Wachstum im Ertrag wird durch die Steigerung der Provisionen auf 9,1 Millionen Euro erreicht. Unter dem Strich steht ein Bilanzgewinn von einer Million Euro und das ist fast identisch mit dem Ergebnis von 2012.

Vier Prozent Dividende wird voraussichtlich bei der Vertreterversammlung am 13. Mai in Radolfzell beschlossen. Mit Steuern, Investitionen und Gehältern würden rund 13 Millionen Euro Wirtschaftskraft in die Region zurückfließen, unterstrichen Roger Winter und Werner Haun.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.