Ein Tag in der Pflege
Ida Längle berichtet

Ida Längle absolvierte ihr FSJ im Helios Spital in Überlingen. | Foto: privat
  • Ida Längle absolvierte ihr FSJ im Helios Spital in Überlingen.
  • Foto: privat
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Ida Längle absolvierte aktuell ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Helios Spital in Überlingen. Ihr Erfahrungsbericht soll unter anderem zeigen, welche Aufgaben und Tätigkeiten sie aktuell absolviert, welchen Herausforderungen sie sich stellen muss und warum sie sich für diesen Weg entschieden hat.

Der Weg zum FSJ

Die Einsatzstelle im FSJ habe ich durch eine gute Freundin meiner Mutter gefunden, die bereits seit mehreren Jahren im Helios Spital arbeitet. Ich habe mit ihr über meinen Plan gesprochen, ein FSJ zu absolvieren, und sie hat sich sehr für mich eingesetzt. Dank ihrer Unterstützung konnte ich mein FSJ in Überlingen antreten. Im Juli 2024 hatte ich dann die Gelegenheit, mich mit meiner zukünftigen Stationsleitung zu treffen. Mein erster Arbeitstag war schließlich am 02.09.2024.
Meine persönliche Erwartung war, während dieses Jahres wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse im Gesundheitswesen zu sammeln, die ich später in meinem Studium der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen anwenden möchte. Außerdem wollte ich das Arbeitsleben näher kennenlernen und mich persönlich weiterentwickeln.

Einsatzorte und Aufgaben

Mein FSJ absolvierte ich im Helios Spital in Überlingen auf der chirurgischen Station im Haus, die Station Süd 0. Auf dieser Station habe ich verschiedene Aufgaben in der Pflege übernommen. Der Arbeitsalltag variierte je nach Schicht und Patienten. Die Schichten beginnen immer mit einer Übergabe. Im Frühdienst habe ich gemeinsam mit einer examinierten Krankenschwester den Morgendurchgang gemacht und hauptsächlich die Vitalzeichen gemessen. Anschließend habe ich, falls nötig, den Patienten beim Frühstück, der Körperpflege und Mittagessen geholfen. Im Spätdienst bin ich durch die Zimmer gegangen, habe mit den Patienten gesprochen und geprüft, ob alles in Ordnung ist. Danach habe ich alles für das Abendessen vorbereitet, den Blutzucker gemessen, Essen ausgeteilt und bei Bedarf geholfen. Nach dem Abendessen mache ich erneut einen Durchgang, bei dem ich eine Krankenschwester begleitet habe. Außerdem habe ich regelmäßig Klingeln abgearbeitet, um die Pflegekräfte zu entlasten.

Eine besondere Herausforderung

Meine größte Herausforderung, während meines FSJ war, als zum ersten Mal in meinem Dienst ein Patient verstorben ist. An diesem Tag habe ich mit der Freundin meiner Mutter gearbeitet, die mich in der persönlichen Entscheidung, den Verstorbenen ein letztes Mal zu versorgen, begleitet hat. Mir hat es auch sehr geholfen, am nächsten Tag mit ihr über diese Erfahrung zu sprechen. Dadurch konnte ich lernen, besser mit außergewöhnlichen Situationen umzugehen.
Falls sich jemand überlegt, ein FSJ zu machen, kann ich das auf jeden Fall empfehlen. Für mich war das FSJ eine sehr wichtige Lebenserfahrung, die mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung bestärkt hat.

Autor:

Juleda Kadrija aus Singen

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