Mathieu Fenyö von der HSG Konstanz im Interview
„Aufgaben konzentriert und mit 120 Prozent angehen“

"Es ist ein geiles Gefühl, wenn 1000 Fans abgehen, das habe ich bislang noch nicht erlebt." (Mathieu Fenyö) | Foto: Michael Elser
  • "Es ist ein geiles Gefühl, wenn 1000 Fans abgehen, das habe ich bislang noch nicht erlebt." (Mathieu Fenyö)
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Konstanz. Am Samstag, 19 Uhr, tritt die HSG Konstanz bei den Rhein-Neckar Löwen II ein letztes Mal in diesem Jahr an. Vor dem sportlichen Jahresausklang spricht Mathieu Fenyö im Interview über die intensive Schlussphase im letzten Heimspiel, die letzte schwere Aufgabe in diesem Jahr und seine Wüsche zum Jahresende.

Fenyö wechselte im Sommer aus der Talentschmiede des SC Magdeburg – wo aktuell sein Bruder Benet spielt – zur HSG Konstanz. Der 19 Jahre alte Rückraumspieler erzielte alle seine fünf Tore beim 34:32-Heimsieg gegen die SG Pforzheim/Eutingen am vergangenen Wochenende in der Schlussphase. An der mit der HSG kooperierenden Exzellenzuniversität Konstanz – Partnerhochschule des Spitzensports – studiert er Englisch, Sport und Philosophie auf Lehramt.

Mati, wie hast du die dramatische Schlussphase gegen Pforzheim/Eutingen erlebt?

Das ist schwer zu beschreiben – weil es echt besonders war. Ich hatte in der Woche vor dem Spiel ein Gespräch mit Jörg (Lützelberger, Head Coach der HSG, Anm. d. Red.) und habe ihm gesagt, dass er sich auf mich verlassen kann, wenn er mich bringt und ich ein Feuerwerk abfackeln will. Als ich die Chance erhalten habe, habe ich alles reingehauen. Die Halle hat extrem gepusht: Wenn die Fans auf 180 sind, drehe ich auch auf. Da kam eines zum anderen.

Waren es die „Basics“, die einfachen Sachen und das gegenseitige Vertrauen, die euch dabei geholfen haben?

Wir wollten aus dieser schwierigen Situation, in die wir uns selbst gebracht haben, wieder rauskommen. Mit unseren Fans im Rücken und weil jeder für den anderen 120 Prozent als Mannschaft gegeben hat, ist uns das gelungen. Es waren nicht ein, zwei entscheidende Akteure, sondern alle waren wichtig. Wir haben es zusammen geschafft.

Wie fühlt es sich an, in der Schänzle-Hölle nach vorne gepeitscht zu werden und seinen Namen aus 1.000 Kehlen zu hören?

Es ist ein geiles Gefühl, wenn 1000 Fans abgehen, das habe ich bislang noch nicht erlebt. Es ist toll, wenn sie so hinter der Mannschaft stehen. Das spornt uns an, nochmal zehn Prozent besser zu sein.

Am Samstag findet das letzte Spiel des Jahres bei den Rhein-Neckar Löwen II statt. Was erwartest du dort?

Nach diesem Spiel werden wir zwei Wochen Pause haben. Davor wird jeder nochmal 120 Prozent in einem sehr wichtigen Spiel geben. Die Löwen haben ein gutes Team, da müssen wir wieder total konzentriert sein – sonst wird es gefährlich. Zusammen spielen, zusammen reden – und zusammen die zwei Punkte erkämpfen.

Ein letztes Spiel der Hinrunde steht zwar noch aus, aber: Wie fällt deine Bilanz Stand heute aus?

Die zwei Rückschläge gegen Leutershausen und Kornwestheim haben sehr wehgetan. Das haben wir uns selbst eingebrockt. Dies hat gezeigt, dass man, wenn man ein paar Prozente liegenlässt, die Spiele verliert. Jeder ist nun umso mehr fokussiert.

Hast du Wünsche zu Weihnachten beziehungsweise dem Jahreswechsel?

(überlegt) Ich wünsche jedem vor allem Gesundheit. Uns haben einige Ausfälle geplagt, da wünsche ich jedem, dass er das gut durchsteht und bald zurück ist. Dann werden wir es alle einfacher haben. Natürlich haben wir alle ein großes Ziel, zunächst ist es jedoch mein Wunsch, dass wir unsere Aufgaben konzentriert und mit 120 Prozent angehen.

Quelle: Andreas Joas/HSG Konstanz

Autor:

Andreas Joas aus Konstanz

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