Bereit für den Saisonstart
HSG Konstanz mit Kantersieg gegen Bregenz
- Die HSG Konstanz zeigt sich zielsicher für die anstehende Drittliga-Saison nach dem hochkanten Sieg gegen den österreichischen Rekordmeister aus Bregenz.
- Foto: Michael Seiferle
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Konstanz. Die HSG Konstanz scheint bereit für die neue Saison zu sein. Zum Abschluss einer gelungenen Vorbereitung siegte sie auch gegen den österreichischen Rekordmeister Bregenz Handball deutlich mit 40:30 (20:11). Am 5. September erfolgt der Drittliga-Start in Kornwestheim.
Neun Testspiele liegen hinter den Konstanzern, lediglich eins – bei Europacupteilnehmer Pfadi Winterthur (38:39) – ging knapp verloren. Bei der Generalprobe in eigener Halle gegen Bregenz zeigten sich die Gelb-Blauen trotz etwas müder Beine nach einem sehr intensiven Programm in den letzten Wochen noch einmal in starker Form. Konstanz dominierte die Begegnung von Beginn an. Schnell führten die Gastgeber mit 6:2, dann 10:3.
Mit hohem Tempo, viel Spielfreude und großer Variabilität drückten sie der letzten Partie vor dem Pflichtspielauftakt ihren Stempel auf. Wie schon in Winterthur wurden dabei insbesondere die beiden starken Kreisläufer Michel Stotz und Nikita Pliuto toll in Szene gesetzt und kamen auf insgesamt zehn Treffer. Ohne die Verletzten Lars Michelberger, Konstantin Pauli, Jannik Hohlweg, Tim Enninghorst und Jonas Hadlich zeigte sich auch Linkshänder Jan Stotten nach seiner Rückkehr auf das Spielfeld zu Beginn der Vorbereitung in bester Verfassung. Sieben Treffer markierte der gebürtige Konstanzer und wurde damit zum besten Werfer seines Teams.
„Sehr gutes Zeichen“
Über 13:5 konnte sich Konstanz nach 30 Minuten bereits einen 20:11-Vorsprung erarbeiten. „Hätte uns vor ein paar Wochen jemand gesagt, wir gewinnen mit zehn Toren gegen Bregenz“, lächelte Ralf Bader nach Spielschluss, „hätten wir alle gesagt: jetzt mal langsam.“ Doch der HSG-Coach durfte sich schließlich über einen klaren 40:30-Erfolg freuen, der trotz einiger Wechsel und in der zweiten Hälfte phasenweise etwas schwindenden Kräften und Konzentration nie in Gefahr geriet. Adam Studenkowski zeigte einige schöne Paraden und Philipp Hlawatsch erneut trotz seines jungen Alters schon sehr abgeklärt in seiner Spielsteuerung und Übersicht für seine Mitspieler. Nun sei man trotz des deutlichen Sieges gar so weit, dass „wir nicht ganz zufrieden mit dem Spiel sind“, erklärte Bader und machte damit die bemerkenswerte Entwicklung seiner Mannschaft in den letzten Wochen deutlich. Denn: „Das ist ein sehr, sehr gutes Zeichen. Die Jungs sind sehr selbstkritisch. Man hat gemerkt, dass die Körner schnell weg waren und in den Gesichtern gesehen, dass der Körper dem Geist nicht mehr richtig folgen konnte.“ Trotz einiger Schwachpunkte, die er ausgemacht hatte, gelang ein Sieg mit zehn Toren Differenz gegen ein Team, das noch vor wenigen Tagen gegen Zweitliga-Absteiger Oppenweiler/Backnang (29:31) voll auf Augenhöhe agiert hatte.
„Wir werden bereit sein“
Jetzt freue man sich auf eine „etwas ruhigere“ Woche ohne Spiel, ehe die Spannung wieder erhöht wird für den schweren Start beim Meister in Kornwestheim, der seit Jahren in derselben Formation perfekt eingespielt ist. „Wir wissen“, so Bader, „dass wir dann mehr geben müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Insgesamt bin ich aber super zufrieden mit der Vorbereitung.“ Sowohl die Deckung als auch die Anzahl der technischen Fehler nach Pässen haben ihm gegen Bregenz nicht zu Gänze gefallen – sind aber erklärbar, fügte er an. „Wir sind auf einem guten Weg, alle ziehen an einem Strang und der Geist in der Mannschaft stimmt. Wir wissen aber auch, dass wir noch viel Arbeit haben“, unterstrich der 45-Jährige. Mental und körperlich folgt nun noch eine kure Ruhepause, um gut zu regenerieren und dann den Spannungsbogen vor dem ersten Spiel wieder aufzubauen. „Das ist nur ein Spiel von 30, aber wir werden bereit sein“, ist er sich sicher. „Wir sind demütig, tun alles, was wir können und dann werden wir das erreichen, was in uns steckt.“
Das erste Saisonspiel in der dritten Liga steht für die HSG Konstanz am 5. September beim SV Kornwestheim an, zum ersten Heimspiel am 26. September erwartet die HSG den TSB Schwäbisch Gmünd in der "Schänzlehölle".
Autor:Andreas Joas aus Konstanz |