HSG U23 verliert klar gegen Schutterwald
Unter die Räder gekommen

Im Rückwärtsgang: Jens Köster
  • Im Rückwärtsgang: Jens Köster
  • Foto: HSG Konstanz/ Andre Frensel
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Konstanz. Es war einer jener Tage, an denen bei einer Mannschaft so gut wie nichts zusammenlaufen will, während bei der anderen wirklich alles funktioniert. In Schutterwald stand die U23 der HSG Konstanz an einem solchen von Beginn an auf verlorenem Posten und verlor deutlich mit 22:33 (9:19).

Schon nach achteinhalb Minuten ging das Match in eine ganz schlechte Richtung für die etwas ersatzgeschwächten Konstanzer. Tim Heuberger markierte hier schon das 6:1 für die ebenfalls nicht mit vollem Kader auflaufenden Ortenauer. Die agitieren jedoch top motiviert, waren hellwach und warfen im Kampf um den Klassenerhalt alles in die Waagschale. Auf der Gegenseite monierte Vitor Baricelli: „Wir waren da, aber wir haben nicht Handball gespielt.“ So spielte sich Schutterwald schnell in einen Rausch und hatte dann auch die Abpraller, während die Gelb-Blauen oft einen Schritt zu spät waren. Konstanz biss sich ohne seine Distanzschützen die Zähne an der sehr aggressiven Deckung der Gastgeber aus und vergab darüber hinaus auch noch zahlreiche Einwurfmöglichkeiten. Besser machte es Schutterwald. Die „spielten ihr Spiel“, erklärte der HSG-Coach. Sein Team improvisierte mit Kai Mittendorf im Angriff und Leon Ulmer aus der dritten Mannschaft in der Deckung, doch so wirklich besser wurde es vor der Pause nicht. 19:9 leuchte es da schon von der Anzeigetafel.

In der zweiten Hälfte bekam das Konstanzer Perspektivteam etwas mehr Zugriff. Bis zur Pause war Schutterwald oft aus neun Metern oder im Eins-gegen-eins erfolgreich und traf aus allen Lagen. In der Kabine richtete Führungsspieler Pascal Mack deutliche Worte an sein junges Team. Seine Mitspieler bekamen danach mehr Kontrolle über das Spielgeschehen, ließen den Ball im Angriff besser laufen und stabilisierten sich nach einer Umstellung auch in der Deckung. Von einer guten Leistung war die HSG dennoch weit entfernt. Es war ausgeglichener als in Hälfte eins, Schutterwqald aber nie gefährdet. „Schutterwald war top motiviert, musste gewinnen – und hat alles getroffen“, so Baricelli. „Wir haben uns extrem schwer getan und das Tor nicht getroffen.“ Am klaren 33:32-Erfolg der Hausherren waren seine Schützlinge an diesem gebrauchten Tag nicht mehr imstande zu rütteln. In einer Woche bei Tabellenführer SG Köndringen/Teningen wird es im vorletzten Spiel der Oberliga-Saison nicht einfacher für die Drittliga-Reserve, möchte sich dort gleichwohl wieder anderes präsentieren, denn „wenn wir dort so spielen wie in Schutterwald, geht das nicht gut aus“, warnt der 25-jährige Brasilianer.

Autor:

Andreas Joas aus Konstanz

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