Zur Titelstory: Wohnungsmarkt
Verdrängung und Frust durch Ferienwohnungen
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Öhningen-Wangen. Liebes WB-Redaktionsteam,
als Betroffener habe ich mit Interesse Ihren Artikel im Wochenblatt (07.03.2026) gelesen,
Thema: "Wo brennt es auf den Wohnungsmärkten?".
Auch bei uns "brennt" es, ein Mal sogar in echt, bei dem Thema Wohnraum in den Gemeinden.
Bei uns wird immer mehr Wohnfläche dem allgemeinen Wohnen entzogen und für die profitgetriebene Ferienvermietung genutzt.
Obwohl nicht genehmigt, anders beworben, Familien dabei finanziell geschädigt (Umzugskosten), usw.,
ist das der Vermieterin alles gleichgültig.
Familien ziehen aus Frust und Angst aus, die freien Häuser werden als weitere Ferienobjekte genutzt.
Die ersten Familien sind zum Jahresende 2023 (damals zum Großteil noch Baustelle) eingezogen.
Zwei Familien (mit je drei Kindern) sind bereits weggezogen, drei weitere Familien (insg. sechs Kinder)
ziehen in den kommenden vier Monaten weg. Andere drei Familien (insg. sieben Kinder) sind aktiv auf der Suche
nach Alternativen und ziehen ebenfalls weg, sobald sie ein passendes Objekt gefunden haben.
Von den 20 Reihenhäusern werden bereits acht als Ferienhäuser genutzt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die weiteren freiwerdenden Häuser ebenfalls der Feriennutzung zugeführt werden, ist sehr hoch.
Anzeigen, dass dafür "normale" Nach-Mieter gesucht werden, gibt es nicht.
Auf die Einnahmen wird die Eigentümerin aber sicherlich nicht verzichten wollen - logische Folge: Ferienvermietung!
Solange große Bauträger (in unserem Fall die Elvira Prettl GmbH - Familie der Prettl Holding GmbH) aufgrund ihrer Finanzkraft,
Beziehungen, unterbesetzten Behörden und anderen Punkten die Mieter einschüchtern, ignorieren oder bei Wunsch
durch Druck und Angstschüren raus kündigen können, werden sie das auch praktizieren.
Aber auch sie scheuen eines, kritische mediale Aufmerksamkeit und kritische Presseberichte.
Marjan Vaupotic, Wangen
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Autor:Redaktion aus Singen |