Feierliche Eröffnung des Haus der Vereine
Die Öhninger Vereine haben endlich eine neue Heimat
- Öhningens Bürgermeister Andreas Schmid (rechts) und Architekt Siyami Akyildiz (links) freuen sich, nun endlich das Haus der Vereine eröffnen zu können.
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Öhningen. Keine anderthalb Jahre nach dem erfolgten Spatenstich war es soweit: Das Haus der Vereine konnte am 5. Juli mit einem Tag der offenen Tür durch Bürgermeister Andreas Schmid sowie der Vereinsvertreter, die künftig dort heimisch sein werden, feierlich eröffnet werden.
"Das hier ist ein Haus für Bürgerinnen und Bürger", sagte Schmid. Dabei war es für ihn ein langer Weg, bis man nun an diesem Punkt stehen konnte. "Nicht aber die Bauphase, die überraschend schnell und nahezu reibungslos vorüber bin", so der Öhninger Bürgermeister. War es seiner Ausführung nach zunächst der Plan, hierfür das alte Musikprobelokal aufzupeppen. "Jedoch mussten wir diese Pläne umwerfen, da sich eine Generalsanierung teurer als ein kompletter Neubau erwies", so der Öhninger Bürgermeister.
Zweckmäßiger Bau mit hochwertiger Gestaltung
Zudem befand sich für Schmid das Vereinsheim des FC Öhningen "am falschen Ort" und deren Sanitäranlagen waren nicht mehr mit vernünftigen Mitteln zu sanieren. "Manchmal braucht es Zeit, um die Gedanken reifen zu lassen. Ein Haus für alle war daher die Idee", erklärte Andreas Schmid. Doch sah zu Planungsbeginn die Schule Probleme durch den geplanten Bau. "Dies konnten wir aber dahingehend lösen, als dass die Wegeführung nun vor dem FC-Heim verlaufen wird", so Schmid. Eine Fertigstellung dessen sei voraussichtlich für Ende September geplant.
Generell fügt sich das Haus der Vereine für den Öhninger Bürgermeister nun sehr gut in das Ensemble um den Schulhof und das Augustinerstift ein. Die Sichtachse zum Kloster konnte ihm zufolge hierdurch erhalten bleiben. "Wir haben hier zwar keine goldenen Wasserhähne verbaut, dafür entstand ein zweckmäßiger Bau mit einer hochwertigen Gestaltung", freut sich Andreas Schmid über das rund 3.500 Quadratmeter große Haus der Vereine, das in der Endabrechnung Kosten von insgesamt rund drei Millionen Euro mit sich bringt. Dass diese am Ende auch eingehalten werden konnten, sei für Schmid trotz zahlreicher Krisen und steigender Preise "keine Selbstverständlichkeit" gewesen.
"Das Ergebnis kann sich sehen lassen"
Weiter lobte der Öhninger Bürgermeister auch die konstruktive wie reibungslose Zusammenarbeit mit allen Handwerkern, vor allem aber mit AKKU Architekten aus Konstanz. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", lobte Andreas Schmid. Den Vereinen wünsche er nun, dass diese "hier eine neue Heimat finden, die ihren Vorstellungen entspricht und die es ihnen ermöglicht, ihre ehrenamtliche Arbeit noch effektiver zu erbringen." Architekt Siyami Akyildiz bedankte sich folgend dafür, für dieses Projekt von der Gemeinde auserkoren worden zu sein. "Der Musikverein", konnte er berichten, "ist nach seinen ersten zwei Proben hier schon sehr begeistert von der Akkustik. "Dies ist ein Ort, wo man gut verweilen, sich entfalten und wachsen kann", meint Akyildiz. Ganz mit leeren Händen kamen er sowie Architekt Christian Kuberczyk jedoch nicht, so gab es für die einziehenden Vereine einen Gutschein über 700 Euro für einen Baum für das Haus der Vereine.
Gemeinsam in die Zukunft starten
Norbert Sterk, Vorsitzender des Männergesangsvereins Öhningen-Schienen (MGV), fand ebenfalls nur lobende Worte über dieses "gelungene wie auch sehr schöne Haus", wo künftig neben seinem Verein auch der Schwarzwaldverein Öhningen, dem FC Öhningen (FCÖ) und FC Öhningen-Gaienhofen und dem Musikverein Öhningen (MVÖ) mit den Untersee-Geischtern Öhningen ihre Heimat haben werden. Dabei haben sich alle Vereine laut Sterk ein Zitat von Henry Ford für die künftige Nutzung des Hauses der Vereine auf die Fahne geschrieben: "Zusammenkunft ist der Anfang, Zusammenhalt ist ein Fortschritt, Zusammenarbeit ist der Erfolg." Daher sei man ihm zufolge "stolz und dankbar, heute hier stehen zu können."
Nachdem FCÖ-Vorstand Peter Schuster auch der Schule für "das Ertragen der Baustelle" lobte die Vorsitzende des MVÖ, Britta Gamp das Haus der Vereine, dass für sie "ein toller Ort der Begegnung für Jung und Alt" sein wird. "Blicken wir nun auf das Erreichte und lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft starten", so Gamp nicht nur in Richtung der geladenen Gäste. Zu guter Letzt wurde von Karl Honsel als Vertreter des Schwarzwaldvereins sowie der Gemeinschaft Öhninger Vereine noch einen Scheck für 400 Euro überreicht. "Hiervon soll die Allgemeinheit etwas haben", sagte Honsel. Dabei soll das Geld seiner Ausführung nach in den Gemeinschaftsraum des Hauses investiert werden. Im Anschluss an die Ansprachen konnten die Besucher bei musikalischer Unterhaltung durch den MVÖ noch das Haus der Vereine auf eigene Faust erkunden.
Autor:Philipp Findling aus Singen |