Kindergarten St. Raphael
Mehr Kinder in Nenzingen brauchen mehr Platz
- Der Kindergarten St. Raphael muss saniert werden.
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Orsingen-Nenzingen. Mit der Idee im Sanierungsbereich „Weiher“ in Nenzingen neuen Wohnraum zu schaffen und diesen besonders attraktiv für Familien zu gestalten, wurde für die Gemeinde auch zunehmend klar, dass die bisherige Größe des Kindergartens St. Raphael an seine Grenzen stoßen könnte.
Spätestens im Herbst 2024 wurde dann bei einer Begehung der dringende Handlungsbedarf erkannt. Überlegungen das vorhandene Gebäude mit den drei Ü3-Gruppen zu sanieren und zu modernisieren wurden rasch verworfen, da sich Regularien und Vorschriften seit dem Bau des Kindergartens weiterentwickelt haben. Selbst wenn die Gemeinde bereit wäre die erheblichen Mehrkosten gegenüber einem Abriss und Neubau zu stemmen, könnte keine zeitgemäße oder gar zukunftsfähige Raumstruktur darin geschaffen werden.
Nachdem man die Elternvertreter über diesen Sachstand informiert hatte, beschloss der Gemeinderat im Mai dieses Jahres ein Vergabeverfahren zu starten. Der wirtschaftlichste Anbieter erhielt dann auch von der Verwaltung den Zuschlag. So konnte der Gemeinderat am 16. Juni das Architektenbüro Stemmer mit der Planung und der Erstellung des Bauantrages beauftragen. Dieser Antrag wurde bei der jüngsten öffentlichen Sitzung im Rat vorgestellt. Nachdem die Planungen in den vergangenen Monaten intensiv mit den Ratsmitgliedern diskutiert wurden, gab es dann auch nur eine kurze Nachfrage, ob die Zisterne mit Überlauf nicht zur Sicherheit im Falle von Starkregen weiter vom Gebäude entfernt gebaut werden könnte. Der anwesende Architekt stellte klar, dass auf Grund der vorhandenen Flächen der Ort der Zisterne alternativlos sei. Der Rat stimmte dann dem Bauantrag einstimmig zu.
Alternativlos ist auch der Fakt, dass die umfangreichen Baumaßnahmen nicht in den wenigen Wochen der Sommerschließungen des Kindergartens durchgeführt werden können und die Kinder in der Bauzeit anderswo untergebracht werden müssen. Praktischerweise ist in unmittelbarer Nachbarschaft das „Josefsheim“ der katholischen Gemeinde Bodensee-Hegau, welches zurzeit als Gemeinschaftshaus genutzt wird. Nach Absprache mit dem Träger können die Kinder in der Bauphase in dieses Gebäude umziehen.
- Das Josefsheim
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Da dieses Gebäude vor Jahrzehnten selbst als Kindergarten konzipiert war, bedarf es dazu nur weniger Umbauten und die Nutzungsänderung ist aus der Sicht der Gemeindeverwaltung unproblematisch. So stimmte auch hier der Rat dem Bauantrag einstimmig zu. Ein Vertreter der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), welche zurzeit Jugendprogramme in dem Haus durchführt, war über die mangelhafte Kommunikation der Maßnahmen nicht erfreut und erkundigte sich, wohin die Organisation nun ausweichen solle. Die Gemeinde sicherte der KLJB zum einen die Nutzung der Kellerräume im Rathaus zu und garantierte, dass sie ihr Sommerprogramm unverändert durchziehen könnten.
Aus dem Rat kam zum Schluss nur die Hoffnung, dass nach der Fertigstellung des Neubaus nicht wieder ein Umnutzungsantrag für das Josefsheim gestellt werden müsse.
Autor:Marcelino Rüth aus Singen |