Sechsmonatige Renovierungsarbeiten beendet
Das Milchwerk ist seit 1. Oktober endlich wieder in Betrieb
- Die Beteiligten sind erfreut, dass es seit dem 1. Oktober wieder mi Veranstaltungen im Milchwerk weitergehen kann.
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Radolfzell. Ein im letzten Jahr entstandener Wasserschaden sorgte dafür, dass das Milchwerk ab Ende März geschlossen werden musste. Ein halbes Jahr später sind die Renovierungsarbeiten nun fertig und es können endlich wieder Veranstaltungen in Zells guter Stube stattfinden.
Auslöser hierfür war ein laufender Wasserhahn, wie Oberbürgermeister Simon Gröger erklärte. "Aufgrund dessen waren wir dazu gezwungen, das Milchwerk für die sechs Monate andauernden Bauarbeiten zu schließen". Dies habe ihm zufolge im Nachgang auch zu finanziellen Einbußen im Veranstaltungsbereich um mittleren fünfstelligen Bereich geführt. "Generell wurde im Vorfeld darüber diskutiert, ob Teile des Gebäudes trotzdem nutzbar gewesen wären, jedoch war dies nicht möglich", so Gröger. Veranstaltungen wie der Neujahrsempfang sowie die Fasnet hingegen konnten vor den Arbeiten noch stattfinden.
Veranstaltungen in die Markolfhalle verlegt
"Das war für uns alle ein großer Schock", ergänzte Bürgermeisterin Monika Laule. Dabei sei auch für sie das Milchwerk nicht nur für die Stadt von großer Bedeutung. "Es war ein wichtiger, gesellschaftlicher Treffpunkt für Vereine, Organisationen und Unternehmen." Und doch sah man mit der Renovierung die Möglichkeit, weitere Ertüchtigungsmaßnahmen durchzuführen, zu denen man sonst nicht gekommen wäre, wie Laule weiter erläuterte. Während der Renovierungsarbeiten konnten einige Veranstaltungen unter anderem auch in der Markolfhalle in Markelfingen stattfinden. "Das war allein von der Manpower seitens des Milchwerk-Teams, die in der Halle mitwirkten, schon ein Unterschied zu anderen Veranstaltungen bei uns", erzählte Markelfingens Ortsvorsteher Lorenz Thum. Dabei hätte auch er nicht gedacht, dass die Renovierungsarbeiten so schnell abgeschlossen werden können. "Da wurde wirklich gute Arbeit geleistet".
Umfangreiche Renovierungsarbeiten
Wie umfangreich die eigentlichen Renovierungsmaßnahmen ausfielen, erklärte Projektleiterin Margit Klauza aus dem Dezernat für Nachhaltige Stadtentwicklung und Mobilität. "Die ersten sechs Wochen waren wir damit beschäftigt, den kompletten Boden aufzubrechen und die Fließen rauszureißen". Hiernach habe man schließlich in drei Abschnitten die dort vorhandenen Unebenheiten mit einer Ausgleichsschicht versehen und abgedichtet. "Weiter haben wir den Boden und die Oberfläche mit einer PU-Beschichtung als Schutzschicht versehen, um den Boden wasserdicht zu halten", führte Klauza weiter aus. Optisch habe man den Boden mit einer staubgrauen Farbe versehen. "Im Nachhinein eine gute Entscheidung", so Margit Klauza. Dabei wurde die Schablone mit dem Milchklecks-Muster händisch verlegt, wie sie weiter ausführte. Auch in Sachen Wasserhygiene habe man Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, wie Klauza berichtete. "Hierbei haben wir unter anderem alle Armaturen ausgetauscht und neue Wasserleitungen verlegt". Eine Maßnahme, die sich laut der Leiterin des Milchwerks, Melanie Riedmann, jedoch über insgesamt zwei Jahre hinweg streckte.
Weitere Ertüchtigungen durchgeführt
Weiter ging Riedmann näher auf die zusätzlichen Baumaßnahmen im Milchwerk ein. Generell hat man als weitere Maßnahme die Künstlergarderoben renoviert und neu gestrichen sowie auch einige Mitarbeiterbüros umgebaut. "Zudem haben wir in Eigenleistung sowohl den Tagungsbereich neu gestrichen und die Küche auf den neuesten Stand gebracht", berichtete Riedmann. Darüber hinaus wurde bei den zusätzlichen Sanierungsmaßnahmen auch die Regiefenster vergrößert, damit die Techniker die Akustik künftig besser wahrnehmen können. Zudem wurde das Gebäude mit elektrischen Wasserhähnen sowie Aquastopp versehen, so die Leiterin des Milchwerks weiter. "Weiter haben wir nun mit Frank Münz seit dem 1. Oktober einen neuen Caterer bekommen." Zudem wurde während der Baumaßnahmen aufgrund des Baulärms laut Melanie Riedmann der Unterricht der nebenanliegenden Musikschule zeitweise in die Tagungsräume 5 und 6 verlegt.
Generell brachten die kompletten Maßnahmen laut Simon Gröger Kosten in Höhe von rund einer Million Euro mit sich, die teilweise von der Versicherung getragen werden. "Die 25.000 Euro Kosten unter anderem für die Bewehrung, sprich dem Einbringen der Stahlmatten in den Beton während der Bauarbeiten, übernimmt das Milchwerk", ergänzte Melanie Riedmann. Die erste Veranstaltung nach der Renovierung fand auch schon bereits mit der Wiedereröffnung am 1. Oktober mit dem Konzert der Bodensee-Philharmonie statt. Dabei sind sich alle Beteiligten in einer Sache mehr als einig: "Wir sind sehr froh, dass es wieder weitergeht im Milchwerk."
Autor:Philipp Findling aus Singen |