Mundharmonika-Wanderausstellung im Stadtmuseum
Eine klingende Ausstellung

In aller Munde
  • In aller Munde
  • Foto: Haben die klingende Wanderausstellung »In aller Munde« standesgemäß mit Mundharmonikas eröffnet: Angela Lempp, Reinhard Rabanser, Gabriele Weidele, Lucia Bruttel (alle Förderverein), Museumspädagoge Rüdiger Specht, Martin Häffner, Leiter des Deutschen Har
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Radolfzell. Radolfzell will sich in der Region als die Musikstadt am Bodensee präsentieren. Der Förderverein Museum und Stadtgeschichte richtet deshalb in seiner neuesten Ausstellung »In aller Munde« den Blick auf eine besondere Instrumentengruppe: die Mundharmonikas. Am vergangenen Freitag wurde die Wanderausstellung, die nur eine Woche im Stadtmuseum zu bewundern ist (die Ausstellung endet am 18. März, eröffnet.
Wie Martin Häffner, Museumsleiter des Deutschen Mundharmonikamuseums, bei der Vorstellung der Ausstellung erklärte, trat die Mundharmonika Ende des 18. Jahrhunderts ihren Siegeszug an und wurde zum Instrument des »kleinen Mannes«. Mitte der 1920er Jahre exportierten die deutschen Hersteller 50 Millionen Stück in alle Welt. Dazu kamen hunderttausende Akkordeons. Das Deutsche Harmonikamuseum in Trossingen verfügt über eine weltweit einmalige Sammlung rund um das musikalische Thema und die dazu gehörende Kulturgeschichte. Über 25.000 Exemplare umfasst die Ausstellung nach Angaben von Häffner.
Das populäre Thema wurde kurzweilig umgesetzt. So kann zum Beispiel jeder Besucher an einer Hördusche seine Musik auswählen. Gezeigt werden etliche Harmonika-Instrumente aus der Zeit von 1850 bis heute sowie viele historische Bild-, Ton- und Filmdokumente. Die Exponate werden in aufklappbaren Boxen dargeboten und von Bild- und Textbändern ergänzt, die den historischen roten Faden herstellen. »Das ist ein Museum auf Rädern«, erklärt Häffner. Einzelne Stationen bieten darüber hinaus Film- und Tondokumente aus der Zeit von 1930 bis heute, aber auch spannende Inszenierungen zu besonderen Ereignissen - ist ist in der Ausstellung unter anderem ein Mundharmonikastück aus dem Weltall aus dem Jahr 1965 zu hören. Um welches Stück es sich dabei handelt, wollte Häffner nicht verraten - einen kleinen Tipp gab es indes schon: Es hat stark etwas mit Weihnachten zu tun. Ein Bisschen mulmig wird es bei der Besichtigung einer Box aus dem Ersten Weltkrieg - darin wird gezeigt, dass eine Mundharmonika nicht nur ein Stimmungsmacher sein kann, sondern gar ein Lebensretter.
Die klingende Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Harmonikamuseum in Trossingen sowie dem Hegau-Geschichtsverein realisiert werden konnte, ist noch bis zum 18. März täglich von 11 bis 17 Uhr im Stadtmuseum zu bewundern.

- Matthias Güntert

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Redaktion aus Singen

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