Besondere Ausstellung in der Sparkasse Radolfzell
Kulturgüter im Kleinformat mit einzigartigen Geschichten
- Michael Bandel überreichte der Eventmanagerin der Sparkasse Hegau-Bodensee, Johanna Rode, als Geschenk einen Notgeldgutschein aus Singen in Höhe von damals 200.000 Mark.
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Radolfzell. Manchmal sind es auch die kleineren Geschichten, die ein Stadtjubiläum besonders machen. Dies zeigt seit nun auch die Ausstellung des Briefmarken- und Münzensammlervereins Singen, die am 30. September in den Räumlichkeiten der Sparkasse Hegau-Bodensee in Radolfzell feierlich eröffnet wurde.
"Es ist wirklich spannend, was es alles zu entdecken gibt" zeigt sich die Filialdirektorin Radolfzell-Nord, Angela Kaiser, erfreut. Gerade wegen der engen Verbundenheit mit und in der Region freue es sie umso mehr, als Sparkassen-Filiale den Rahmen für diese Ausstellung zu bilden, aufgrund welcher es für Kaiser daher umso wichtiger sei, "historische Zeugnisse wie diese nicht in Vergessenheit geraten zu lassen".
Zu sehen sind in der Ausstellung in der Zeller Sparkassenfiliale Briefmarken, Ansichtskarten und Banknoten mit Bezug zu Radolfzell. Darunter auch einige Objekte, die eine ganz besondere Geschichte mitbringen, wie Michael Bandel, Vorsitzender des Briefmarken- und Münzensammlervereins Singen, erklärte. "Neben Belegen von der 1.100-Jahr-Feier von Radolfzell zeigen wir auch eine seltene Postkarte aus der Kolonie Deutsch-Ostafrika, sprich dem heutigen Tansania aus dem Jahr 1902". Zudem können in der Ausstellung auch Briefe aus der Inflationszeit sowie Notgeld aus der Zeit der Hyper-Inflation 1923 von bis zu 50 Milliarden Mark bewundert werden.
Weiter machte Michael Bandel noch auf die Bedeutung des Sammelns dieser wertvollen Objekte aufmerksam. "Gerade heute, in einer Zeit voll lärmiger Desinformation, kann die Beschäftigung mit einem Kulturgut im Kleinformat innere Ruhe bringen". Hierbei tauche man dem Vorstand zufolge in eine andere, vergangene Welt ab und hat Freude, wenn man nach langer Zeit und nach beharrlichem Suchen eine Lücke in seiner Sammlung schließen könne. "Dabei spielt es keine wesentliche Rolle, ob die Briefmarke oder Münze einen besonderen finanziellen Wert hat", merkt Bandel an. "Deshalb wird es immer Menschen geben, die der Faszination Briefmarken oder Münze erliegen".
Für den Bürgermeisterstellvertreter Christoph Stadler beinhalte die Ausstellung echte Schätze, die man mit den Bürgerinnen und Bürgern teilen möchte. "Die Ausstellungsstücke", so Stadler weiter, "sind Dokumente, deren Werte für Zusammenhalt und Verlässlichkeit stehen". Dabei sei es für ihn besonders schön zu wissen, dass hinter jedem Objekt eine einzigartige Geschichte steckt, sagt Christoph Stadler. Zu guter Letzt überreichte Michael Bandel noch Angela Kaiser und Johanna Rode, Eventmanagerin der Sparkasse Hegau-Bodensee, einen Notgeldgutschein aus Radolfzell und Singen sowie Stadler eine Briefmarkenauswahl von der Südbaden-Messe, die im 20. Jahrhundert in Radolfzell stattfand.
Die Ausstellung kann noch bis zum 20. Oktober zu den Öffnungszeiten der Sparkasse Hegau-Bodensee in Radolfzell besucht werden. Dabei werden bei Interesse auch Führungen hierzu angeboten. Anfragen hierzu können per Mail an michael.bandel@briefmarkenverein-singen.com oder telefonisch unter 07731-27084 gerichtet werden.
Autor:Philipp Findling aus Singen |