Der 1. FC Rielasingen-Arlen vor dem Pokalhit gegen Borussia Dortmund
»Mit Respekt aber ohne Bammel«

Pokalspiel FC Rielasingen - BVB
  • Pokalspiel FC Rielasingen - BVB
  • Foto: Gemeinsam stark: die rote Wand des FC Rielasingen-Arlen und ihr Team.
    swb-Bild: mu/Archiv
  • hochgeladen von Ute Mucha

Freiburg/Rielasingen. Den Ball immer schön flach halten. Das versucht Jürgen Rittenauer, Trainer des FC Rielasingen-Arlen, vor dem Pokalknüller am Samstag, 12. August, gegen die schwarz-gelbe Star-Truppe aus Dortmund. »Ein Auswärtsspiel wie jedes andere« soll es werden. Ohne Extravaganzen sondern wie gewohnt mit Putengeschnetzeltem auf einem Rastplatz wie zum Spiel beim Kehler FV oder beim FC Bad Dürrheim. Schließlich ist der Rasen im Schwarzwaldstadion in Freiburg nicht grüner als anderswo und auf dem Feld stehen sich zwei Mal elf Kicker gegenüber.
Doch weit gefehlt. Schon im nächsten Satz spricht er von diesem »Riesenereignis, bei dem wir jeden Moment aufsaugen werden wie ein Schwamm«, und kommt damit der Bedeutung dieses Jahrhundertspiels für die Talwiesen-Elf bedeutend näher.
Da dürfen Spieler, Fans und Funktionäre ruhig nervös werden, schließlich spielt man als Verbandsligist nicht aller Tage gegen den aktuellen DFB-Pokalsieger, den mehrfachen Deutschen Meister und Champions League-Gewinner von 1997 mit seinen internationalen Weltklassespielern wie Pierre-Emerick Aubameyang, Marcel Schmelzer, Mario Götze Ousmane Dembélé und Co.
Da gibt auch FC-Kapitän und Keeper Dennis Klose, auf den am Samstag vermutlich ein arbeitsreicher Tag wartet, unumwunden zu: »Der Puls steigt von Tag zu Tag, aber das ist wohl normal«. Er freut sich auf BVB-Torhüter Roman Bürki und dem Ex-Freiburger Maximilian Philipp, mit denen er früher zusammen gespielt hat und erwartet die hochkarätigen Gegner »mit Respekt aber ohne Bammel«.
Auch bei Patrick Leschinksi, mit 31 Jahren einer der erfahrendsten Spieler des FC Rielasingen-Arlen, ist die Vorfreude auf das Spiel riesig: »Das ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen«. Er setzt aus Erfahrung auf den gesunden Automatismus, dass nach fünf Minuten die imposante Stadionkulisse mit 20.000 Zuschauern und die unzähligen Kameras ausgeblendet sind und »man nur noch rennt bis zum Umfallen«. Das Beste geben, sich so gut wie möglich aus der Affäre ziehen und vielleicht noch ein Ehrentor schießen - das ist Leschinskis Plan für den Pokalknüller.
Ähnlich sieht es FC-Chef Peter Dreide: »Egal wie es ausgeht - wir werden den Kopf hoch halten«, ist er überzeugt. Schließlich ist allein das Erreichen der DFB-Runde und das Spiel gegen die Borussia der bisher größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Der Weg dahin war nicht nur sportlich ein Kraftakt. Auch die Organisation des Pokalhits im Schwarzwaldstadion in Freiburg brachte den Verein an die Grenze des Machbaren.
Für Dreide ist das Aufeinandertreffen von Talwiesen-David auf BVB-Goliath nicht gleichbedeutend mit einer Riesenklatsche. »Es ist alles möglich, auch wenn das wenig realistisch klingt«, so der Fußball-Boss, und »wir werden versuche, das Unmögliche möglich zu machen. Auch wenn die Chance dazu nur ein Prozent beträgt«.
Ähnlich positiv sieht es Bürgermeister Ralf Baumert, der direkt aus dem Urlaub ins Stadion nach Freiburg fährt: »Bekanntlich hat der Pokal ja seine eigenen Gesetze....wer weiß...«
Das WOCHENBLATT berichtet direkt aus Freiburg unter www.wochenblatt.net/liveticker

Autor:

Ute Mucha aus Moos

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