Auftrag für das UmweltZentrum um weitere zwei Jahre verlängert
Die Babysitter von Mutter Natur

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  • Foto: Eine Aktion des UmweltZentrums: Schüler haben Nistkästen gebaut.swb-Bild: Hanns Werner
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Stockach. Sie sorgen dafür, dass Amphibien im Straßenverkehr nicht unter die Räder kommen. Sie kümmern sich darum, dass alte Obstsorten nicht aussterben. Und sie übernehmen im Auftrag der Stadt auch die Abfallberatung, die Betreuung des Wertstoffhofes, die Umsetzung der Lokalen Agenda oder die Durchführung des Modellprojekts »Biotopverbund Offenland«. Das Stockacher UmweltZentrum in der Gaswerkstraße 17 macht einen guten Job, erklärte Bürgermeister Rainer Stolz in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses des Gemeinderats. Die Räte schlossen sich einstimmig seinem Urteil an, verlängerten die Beauftragung des »UZ« mit verschiedenen Aufgaben um weitere zwei Jahre und gewährten der Einrichtung dafür weiterhin einen Betrag von 52.000 Euro im Jahr. Die Alternative dazu wäre die Rekrutierung und Beschäftigung von eigenem, städtischem Personal, so Rainer Stolz. Das aber sei angesichts der funktionierenden Zusammenarbeit mit dem UmweltZentrum nicht nötig.

Leiterin Sabrina Molkenthin skizzierte im Ausschuss im Rahmen eines kurzen Tätigkeitsberichts die Zuständigkeitsbereiche des UmweltZentrums. 2016 wurden 90 Veranstaltungen mit insgesamt 1.740 Teilnehmern, 2017 insgesamt 84 Veranstaltungen mit 1.895 Teilnehmern durchgeführt, und auch für die Schulen setzt sich das »UZ« ein: 2016 konnten laut seiner Leiterin elf Veranstaltungen mit 213 Teilnehmenden angeboten werden, im Vorjahr kamen 243 junge Menschen zu zwölf Terminen. Um die Quellerlebniswege attraktiv zu halten, so Sabrina Molkenthin weiter, wurde die Wanderung zur Kuony-Quelle neu ausgeschildert. Das gleiche soll zeitnah auf der Route zur Friedensquelle geschehen. Ausgeweitet wurde die Amphibienhilfsaktion. Bisher wurden Frösche, Lurche oder Kröten sicher über die Straße zwischen Stahringen und Wahlwies gebracht, nun ist ein Zaun am Stockacher Freibad hinzugekommen. Und Stockach ist als Modellkommune des Biotopverbunds »Offenland« nach einer längeren Planungsphase nun in die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs mit seinen 14 Punkten eingetreten, legte Sabrina Molkenthin dar.

Die Aktivitäten des UmweltZentrums spiegeln sich auch im 48 Seiten starken Programm der Einrichtung wieder, das während der Sitzung des Planungsausschusses verteilt wurde. Aber es wurden auch fünf Radwege in Stockach hinein und wieder heraus entwickelt, auf dem Streuobstlehrpfad bei Airach wurden an 818 Bäumen 1.636 Schnittmaßnahmen durchgeführt, und an der Neuanlage von Kleingewässern wirkt das »UZ« zusammen mit der Sielmann-Stiftung mit. Nun kann die Einrichtung mit dem Segen der Stadt zwei weitere Jahre tätig sein – sie ist in Stockach quasi der Babysitter von Mutter Natur.

- Simone Weiß

Autor:

Redaktion aus Singen

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