Wieder einiges los bei Stockach is(s)t bunt
(Nächsten-)Liebe geht durch den Magen
- Foto: Marcelino Rüth
- hochgeladen von Philipp Findling
Stockach. Die Hauptstraße in Stockach war am letzten Sommerferiensamstag gesperrt. Diesmal war kein Unwetter schuld daran, sondern mit "Stockach is(s)t bunt" ein besonderes Straßenfest, dass so langsam zur Tradition werden könnte. Vielleicht lag es an den gefühlten dreißig Grad, welche die Sonne gutgemeint über Bühne, Stände, Bänke und Tische ergoss, dass zum Festauftakt die Gästeschar überschaubar war.
Viel mehr als gutes Essen
Davon unbeeindruckt versucht die Bürgermeisterin, Susen Katter, in ihrer Eröffnungsrede die Anwesenden für die Vielfalt und Offenheit ihrer Stadt zu begeistern. „Stockach beherbergt Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln, Sprachen, Geschichten und Erfahrungen…und natürlich auch ihre Küchen.“, so Frau Katter. „Aber es ist eben viel mehr als gutes Essen“, so die Bürgermeisterin weiter. „Dies Fest ist die Möglichkeit etwas voneinander zu erfahren und miteinander ins Gespräch zu kommen…Wir müssen nicht alle gleich sein, um zusammenzugehören…. Ich bin stolz auf alle Menschen, die sich einbringen und zeigen, was alles in unserer Stadt steckt.“
Davon konnten sich vor Ort die Besucher weniger ein Bild, als viel mehr ein Geschmackserlebnis machen. Gut an die fünfzig verschiedenen Gerichte wurden vor allem am Stand der „Kulturbrücke“ aus den Privatküchen von unterschiedlichsten Nationen angeboten und von Mavrio’s Imbiss. Aber es gab natürlich auch bei der dritten Auflage „Gewohntes“ der unterstützenden Vereine, wie die Dünnerle der aktiven Laufnarren oder Crêpes der Bürgerstiftung. Die Stadtmusik dagegen sorgte dafür, dass keine Kehle trocken blieb.
Gemeinsam eine große Gemeinschaft bilden
Über die kulinarische Vielfalt hinaus betont die Leiterin der Tourist-Info, Katharina Riedle, dass „Gemeinschaft und Lebensfreude, das ist, was diese Stadt ausmacht.“ Dank der Aktion von Caritas wurde dies auf einer zehn Meter langen Stoffbahn erkennbar gemacht. Jeder Gast durfte darauf sein Gesicht malen und so bildlich festhalten, dass man gemeinsam eine große Gemeinschaft bildet. Frau Riedle ist auch davon überzeugt, dass nicht nur dieses Fest „davon lebt, dass viele Menschen mitmachen, und ihre Ideen, Talente und ihre Kultur einbringen“.
Hör- und sichtbar wurde dies dann mit den künstlerischen Auftritten auf der großen Bühne. Von den jüngsten Nachwuchssportlern der TG Stockach, die Aero-Fit-Teens, einer Mit-mach-Aktion derer Trainerin Anastasia Nillmaier, über afrikanischen und ukrainischen Tanz und Gesang, sowie die Dudelsackspieler aus Meßkirch, bis zum professionellem Rap-Beat und zauberhaften Unterhaltung durch Mike Magic wurden Jung und Alt bestens unterhalten. So dass bis zum Hauptact, die Coverband Stolen sich über 200 Personen auf der Straße zusammengefunden hatten.
Autor:Marcelino Rüth aus Singen |