Vernissage in der Engener Brücke
Kunst als Ausdruck von "Hoffnung und Freiheit"
- In der Engener Brücke sind derzeit Werke von Syrischen Künstlerinnen zu sehen.
- Foto: Unser buntes Engen
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Engen. In der Begegnungsstätte des Vereins Unser buntes Engen fand am 16. Juli die Vernissage zur Ausstellung eindrucksvoller Gemälde und Zeichnungen von Amal Hasan und Faya Art statt - zwei junge Frauen aus Syrien, die in ihrer Kunst Themen wie Heimat, Verlust und Neuanfang verarbeiten.
Amal Hasan hat in Syrien als Lehrerin gearbeitet und bis zum Kriegsbeginn immer viel gemalt. Sie schilderte in einer beeindruckenden Rede: “2016 war es in Syrien sehr schlimm. Immer öfter gab es keinen Strom. Oft wussten wir nicht wie es weiter geht.“ Sie habe, wenn es doch Strom gab, Videos aus dem Internet heruntergeladen und bei Stromausfall dann stundenlang geübt. Es habe ihr in den schwersten Zeiten etwas Hoffnung gegeben und geholfen, sie und ihre Kinder am Leben zu erhalten.
Nach Deutschland gekommen, habe sie sich in Sicherheit gefühlt, jedoch die Trauer um den Heimatverlust sei stark gewesen und habe sehr auf ihre Stimmung gedrückt. Nur als sie wieder sich getraut habe, zu malen und zu zeichnen, habe sie wieder Freude und Hoffnung gespürt. „Mein Stil ist einfach“, fügte sie noch hinzu, „meine Inspiration sind meine Gefühle.“
Sie und Faya Art möchten mit ihren Werken zeigen, dass man selbst in schwierigsten Situationen die Hoffnung niemals verlieren sollte - jedes Bild stehe für die Sehnsucht nach Freiheit und den Glauben und eine bessere Zukunft, so die Künstlerinnen. Der Titel dieser Ausstellung, „Hoffnung und Freiheit“, bringe dies ganz genau auf den Punkt erklärte Ajmal Farman, Vorsitzender von Unserer bunten Engen, in seiner Begrüßung des zahlreichen Publikums am Abend der Vernissage. „Wenn Menschen Chancen erhalten, ihre Fähigkeiten zu entdecken, sich einzubringen und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, dann entsteht Hoffnung. Und aus dieser Hoffnung wächst ein Stück Freiheit: Die Freiheit das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft aus eigener Kraft zu formen“, so seine mahnenden Worte.
Amal Hasan und Faya Art haben sich im Sprachunterricht der Beschäftigungsgesellschaft (BEF Alpha Kurs) kennengelernt und ihre Talente wurden hier entdeckt. Es folgte eine erste Ausstellung in Singen. In der Engener Brücke, Peterstraße 1, sind ihre Bilder und Zeichnungen noch bis Oktober zu den Öffnungszeiten der Engener Brücke zu sehen: montags von 13 bis 15 Uhr, mittwochs von 14.30 bis 16.30 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Quelle: Unser buntes Engen
Autor:Presseinfo aus Singen |