Thomas Auer und Dietlinde Schweikle stellen sich als Bewerber für das Amt des Bürgermeisters vor
Gailinger prüfen ihre Kandidaten

Gailingen Bürgermeisterkandidatenvorstellung
  • Gailingen Bürgermeisterkandidatenvorstellung
  • Foto: Auf großes Interesse stieß die offizielle Kandidatenvorstellung am Freitag Abend in der Sporthalle des Hegau Jugendwerks. Im Bild von links: Dr. Thomas Auer, Dietlinde Schweikle und Bürgermeister Heinz Brennenstuhl.
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Gailingen. Groß war das Interesse am Freitag Abend in Gailingen, als die öffentliche Kandidatenvorstellung zur Bürgermeisterwahl gut 250 interessierte Besuchern in die Sporthalle des Hegau Jugendwerks lockte. Mit Dr. Thomas Auer aus Gailingen und Dietlinde Schweikle aus Aalen nutzten zwei der drei Bewerber das Podium, um sich den Bürgerinnen und Bürgern der Hochrheingemeinde vorzustellen, ihre Ziele darzulegen und auf Fragen einzugehen.
Bürgermeister Heinz Brennenstuhl als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses warf zu Beginn der Veranstaltung die Frage in den Raum: »Ist Frau Fridi Miller im Saal?« Doch die dritte Kandidatin glänzte durch Abwesenheit. Daher gab er das Wort weiter an Dr. Thomas Auer, der als erster Bewerber seinen Hut in den Ring geworfen hatte, um die Nachfolge Heinz Brennenstuhls anzutreten.

Er wolle Verantwortung für Gailingen übernehmen, kenne die Handlungsfelder seiner Heimatgemeinde und möchte, dass Gailingen weiterhin lebens- und liebenswert bleibe, so Auer. Der FWG-Gemeinderat und Jurist wuchs in Gailingen auf und lebt seit 1999 mit Frau und Tochter wieder am Hochrhein. Er setzt in der Kommunalpolitik auf Dialog und Kommunikation um zum Konsens zu kommen, befürwortet aber auch eine gesunde Streitkultur. Auer sprach sich für verantwortungsvollen Flächenverbrauch aus, sieht die Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnbau zu schaffen, aber unter Berücksichtigung des Natur- und Landschaftschutzes. Er plädierte für den Ausbau der Kinderbetreuung, will mehr auf die Bedürfnisse der Jugend eingehen (Jugendgemeinderat, Jugendtreff) und die Infrastruktur sichern. Alte Menschen sollen ihren Lebensabend in Gailingen verbringen können, die Vereine sollen weiter unterstützt und die Digitalisierung gefördert werden. Bei der Straßensanierung sieht Auer einen Investitionsstau, die Verbesserung des Nahverkehrs liegt ihm ebenso am Herzen (direkte Verbindung nach Singen) wie die Lösung des Parkproblems am Rhein-Strandbad.
Transparenz und Bürgernähe, klare Positionen aber auch kritisches Hinterfragen der eigenen Meinung seien für ihn ebenso wichtig, wie der Wunsch, die Gemeinde voran zu bringen, betonte Thomas Auer ehe seine Konkurrentin aufs Podium kam.
Dietlinde Schweikle stellte sich als technisch versierte Kandidatin vor, die in Gailingen auch ein Stück Heimat sieht, da ihre Schwestern und ihre Mutter in der Hochrheingemeinde leben. Die Ingenieurin aus Aalen ist in einem kleinen Dorf aufgewachsen und schätzt in Gailingen eben diese dörfliche Idylle in der schönen Landschaft. Die zu bewahren und gleichzeitig den Ort weiter zu entwickeln ist ihr Anliegen als Bürgermeisterkandidatin. »Ich möchte bleibende Werte schaffen, im Gesamten etwas verbessern und die Lebensqualität erhöhen«, zeigte die 52-Jährige ihre Motivation für ihre Bewerbung auf. Als alleinerziehende Mutter einer Tochter wusste sie schon früh eine gute Kinderbetreuung zu schätzen und möchte dies auch in Gailingen umsetzen. Schweikle sieht viel Potential in der Gemeinde, könnte sich den Aufbau von medizinisch-technischen Hilfsmittel als sinnvolle Ergänzung zu den beiden Reha-Kliniken vorstellen und würde die Parkproblematik am Rheinuferpark mit einem Shuttlebus lösen. Für bessere Nahverkehrsmöglichkeiten sieht sie Ruftaxis für Jugendliche wie ältere Bürger. Auf die Frage, wie sie Gailingen nach acht Jahren als Bürgermeisterin sehen würde, antwortete Dietlinde Scheikle: »Durch eine verkehrsberuhigte Zone, gesäumt mit vielen Geschäften und frisch sanierten Fachwerkhäusern würde ich zum Rathaus gehen, wo die nächste Gewerbeanfrage wartet«.
Abschließend appellierte Bürgermeister Heinz Brennenstuhl an die Bevölkerung, am Wahlsonntag, 4. März, ihr Wahlrecht zu nutzen und damit den weiteren Weg der Gemeinde mit zu bestimmen.

Autor:

Ute Mucha aus Moos

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