- Anzeige -

Ein aktiver Beitrag gegen Klimawandel und Insektensterben

Insektenfreundliche Verkehrsinsel
Zur Fertigstellung der Insektenfreundlichen Verkehrsberuhigung überreichte Regine Ege einen Wiesenblumenstrauß. Im Bild von links nach rechts: Regina Ege, Harald Conrad (Garten und Freiraum Bankholzen), Ulrich Hiller (Straßenbauamt Radolfzell) vom Landratsamt Daniela Popescu und Bürgermeister Patrick Krauss. swb-Bild: hz

Insektenfreundliche Verkehrsberuhigung am Ortsausgang Bankholzen ist fertig gestellt

Moos-Bankholzen. Kürzlich präsentierten Regine Ege und Harald Conrad von der Firma Garten- und Freiraum, Leben im Garten, die fertig gestellte Insektenfreundliche Verkehrsberuhigung in Bankholzen. Zur offiziellen Übergabe kamen Bürgermeister Patrick Krauss, vom Landratsamt Daniela Popescu (Amt für Nahverkehr und Straßen), Ulrich Hiller (Straßenmeisterei Radolfzell) und Adrian Kofler vom Bauhof Moos.

»Die Problematik mit den Bienen häuft sich«, bemerkte Bürgermeister Krauss und fuhr fort: »Viele Hobbyimker beklagen sich, dass Insekten viel zu weit fliegen müssen, um die Lebensräume zu erreichen wo sie Nektar aufnehmen und Pflanzen bestäuben können. Dem will die Gemeinde Moos mit geringem Aufwand entgegenwirken.« Kraus erklärte: »Eine Verkehrsberuhigung mit Insektenfreundlicher Bepflanzung ist zwar eine kleine Maßnahme, doch viele kleine Maßnahmen wachsen zu einem großen Ganzen«. Mit dem Insektenfreundlichen Objekt am Ortsausgang Bankholzen in Richtung Bohlingen leistete die Gemeinde einen aktiven Beitrag zum Klimawandel und gegen das Insektensterben. Gleichzeitig war es ein Input für die Bürger der Hörigemeinde. Ähnliche Bepflanzungen im eigenen Garten könnten die Lebensqualität noch mehr verbessern. Auf kommunaler Ebene sind für die Zukunft ähnliche Objekte geplant.

»Wir holen uns die Wiesen ins Dorf« betonte die Initiatorin Regine Ege und fügte an: Kleine Mosaiksteine mit blütenreichen Flächen können große Wunder bewirken. Von der »wilden Möhre«, eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblüter, sind etwa 70 Insekten abhängig und beim »Blauen Natternkopf« finden die sie reichlich Nektar.« Außerdem bepflanzten die Experten die Verkehrsinsel mit Wiesensalbei, gelbblühendem Wundklee und Skapiosen. Zur Fertigstellung des Insektenfreundlichen Objektes überreichte Regine Ege Bürgermeister Krauss einen Wiesenblumenstrauß, die Bepflanzungsliste der Verkehrsinseln, eine Wildbienennisthilfe und einen Auszug aus der Landesbauordnung mit der Definition der Bepflanzung für Freiflächen die nicht als Parkplatz oder Weg genutzt werden.


Wochenblatt Redakteur @: Dominique Hahn