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Ein positives Jahr - Corona zum Trotz

Familienheim Bodensee
Eines der großen Bauprojekte des vergangenen Jahres war die Errichtung von sechs Reihenhäusern in Böhringen, die termingerecht abgeschlossen werden konnten und mittlerweile schon bezogen sind. swb-Bild: Familienheim Bodensee.

 

 

Baugenossenschaft Familienheim Bodensee zieht an ihrer Mitgliederversammlung eine insgesamt positive Bilanz über das Jahr 2020.

Radolfzell. Auf ein insgesamt positives Geschäftsjahr 2020 kann die Baugenossenschaft Familienheim Bodensee trotz Corona zurückblicken. Neben dem allgegenwärtigen Corona-Thema mit all seinen Unsicherheiten haben die Themen Klimaschutz und Energiewende das vergangene Geschäftsjahr bestimmt, machte der Vorstandsvorsitzende Stefan Andelfinger an der Mitgliederversammlung, die unter Corona-Bedingungen im Milchwerk stattfand, deutlich. »In diesem komplizierten Umfeld haben wir flexibel und engagiert gearbeitet und es ist uns bis zum heutigen Tage gelungen, den Arbeitsalltag nahezu uneingeschränkt aufrecht zu erhalten. Trotz Lockdown, Homeoffice, Testpflicht, vielen Verordnungen und vielerlei Unsicherheiten. Auch unsere Bauvorhaben liefen in Anbetracht der Pandemie in größtmöglichem Rahmen störungsfrei und weitgehend termingerecht«, so Andelfinger. Sorge macht ihm allerdings die explosionsartige Steigerung der Baukosten. Allein in den letzten fünf Jahren seien diese um 20 Prozent gestiegen.

 

Trotz allem steht die Familienheim Bodensee finanziell solide da. »Der Umsatz konnte um knapp 4,6 Prozent auf über 11,5 Mio. Euro gesteigert werden und wir generieren somit ein Rohergebnis von über 6,5 Mio. Euro. Unsere Kostenseite ist erfreulicherweise stabil geblieben, denn die großen Kostenblöcke bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau«, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. Unter dem Strich steht ein Gewinn von 1,9 Millionen Euro, was einer Umsatzrendite von 16 Prozent entspricht. 1,6 Mio. Euro konnten dadurch in die Ergebnisrücklage eingestellt werden. Für Andelfinger ist dieses gute Ergebnis nicht zuletzt auf ein konsequentes Kostenmanagement zurückzuführen. Als Positives Signal schlug Andelfinger der Versammlung die Ausschüttung einer Anteilsdividende von 4 Prozent vor.


Die Bilanzsumme der Baugenossenschaft steht zum 31. Dezember 2020 bei 74,7 Millionen Euro. Das Anlagevermögen ist um weitere 5,5 Mio. Euro auf fast 67,9 Mio. Euro angewachsen, während sich die flüssigen Mittel im Bereich des Umlaufvermögens durch die zahlreichen Neubauvorhaben reduziert haben. Trotz dieser regen Bautätigkeit konnte die Baugenossenschaft ihr Eigenkapital auf 52,5 Prozent steigern. Insgesamt wurden 2020 im Bereich Wohnungsbau rund 7,7 Mio. Euro investiert: etwa 62 Prozent entfielen dabei auf den Neubau und 38 Prozent dieser Investitionen gingen in den Bestand. »Hierbei stellen wir fest, dass sich der Sanierungsaufwand bei vergleichbaren Wohnungen in den vergangenen Jahren zum Teil mehr als verdoppelt hat. Dies liegt einerseits an den stark gestiegenen Baukosten, andererseits werden z.B. die Aufwendungen für die Erfüllung vom geltenden Standard immer höher«, macht Vorstand Marco Bächle deutlich.

Wichtige Neubauprojekte waren im vergangenen Jahr sechs Reihenhäuser in Böhringen, die im Rahmen einer Nachverdichtung auf eigenen Grundstücken der Baugenossenschaft errichtet werden konnten und bereits Anfang 2021 bezogen werden konnten und die Fertigstellung von 30 Wohneinheiten in der Haselbrunnstraße. Vor kurzem konnte der Neubau von 22 Wohnungen in Hilzingen erfolgreich gestartet werden, weitere 54 Wohnungen sollen in Engen entstehen, so Bächle.

Die Baugenossenschaft Familienheim Bodensee in Zahlen:

Zur Baugenossenschaft gehören 1.417 Wohneinheiten inklusive 12 Gewerbeeinheiten zusammengerechnet entspricht das rund100.000 Quadratmetern Wohnfläche. Außerdem kommen noch 684 Garagen hinzu. Das durchschnittliches Mietniveau beträgt derzeit 6,93 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

 

 


Wochenblatt @: Ute Mucha


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