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Einblick in die Welt des Radios

Radio BSZ
Die Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums mit dem Profil Gestaltungs- und Medientechnik (TGG) am Berufsschulzentrum Radolfzell haben einen Einblick in die Welt des Radios bekommen. swb-Bild: BSZ/Arne Keller

Medienprojekt am Technischen Gymnasium des BSZ

Radolfzell. Für Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums mit dem Profil Gestaltungs- und Medientechnik (TGG) am Berufsschulzentrum Radolfzell bot sich die Chance, an einem Medien-, Rundfunk- und Journalismus-Workshop teilzunehmen. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von den „DASDING“-Redakteuren aus Baden-Baden, Kimon Schanze und Max Wöhr. Die beiden Organisatoren führten durch Informationsangebote und kurzweilige Projektphasen, sodass die angehende Abiturklasse hautnahe Einblicke in den Redaktionsalltag bei einem Radiosender erleben konnte. Zusätzlich zum Ziel, eine berufliche Entscheidungshilfe zu bieten, werden mit dem Workshop-Angebot potenzielle Interessenten auf den Karriereweg beim Radio aufmerksam gemacht. „Das Programm passt sehr gut zu unserem Profil.“, befand Alina Bauer. „Die beiden Redakteure erzählen Spannendes aus dem Berufsleben.“, ergänzte Alina Barwig (Schülerinnen des TGG).

Vormittags standen interaktive Informationsangebote auf dem Programm: im Medienkompetenzteil wurde der kritische Umgang mit traditionellen sowie neuen, sozialen Medien thematisiert: neben z.B. der Vermarktung auf Instagram konnten Erkennungs- und Vermeidungsstrategien zu sogenannten Fake-News trainiert werden. Aus der Praxis erhielten die Teilnehmer unmittelbare Einblicke in zielführende Berufsgruppen. Die Wege zum Einstieg in den Rundfunk seien dennoch vielfältig, einen einzigen, geradlinigen Weg gebe es häufig nicht. Redakteur Kimon Schanze studierte zunächst Politik sowie Theaterwissenschaften und sammelte nebenbei praktische Erfahrungen beim studentischen Universitätsradio.

Schließlich berichteten die Redakteure vom aktuellen Redaktionsalltag: Vorbereitung und Gestaltung des Themen- bzw. Musikangebotes beim Radiosender zeigten exemplarisch die Abläufe in der Redaktion in einem sich wandelnden Medium. Es sei eine „vielfältige, flexible, sicherlich stets herausfordernde, aber äußerst glücklich machende Arbeit.“, resümierte Max Wöhr seinen Redaktionseinblick. Obwohl sich Schülerin Feline Vierkant bei der Berufswahl noch nicht festgelegt habe, fühle sie sich dennoch bestärkt, über die Option nachzudenken, bei einer Redaktion ein Volontariat zu beginnen: „Die Arbeit an Bild- und Ton-Schnitt ist schon sehr interessant – ich könnte es mir vorstellen, beim Fernsehen hinter der Kamera zu arbeiten.“ Hannah Gigl ergänzte: „Bisher hatte ich vor, nach meinem FSJ einen sozialen Beruf zu wählen. Da der Journalismus aber auch sehr abwechslungsreich ist, man nicht nur Nachrichten schreibt, sondern auch an der Planung, der Korrektur und am Redigieren in verschiedenen Medien beteiligt ist, wäre der Politikjournalismus eine interessante Möglichkeit.“

Für das Nachmittagsprogramm wurden die Gymnasiasten zur eigenständigen Bedienung der ausgehändigten Aufnahmegeräte und Ton-Schnitt-Software angeleitet. In Kleingruppen interviewten die Schüler-Teams während der Mittagspause die Schülerschaft am BSZ zur Stimmungslage anlässlich des EU-Austritts von Großbritannien: „Ich sage Brexit, du sagst…“, leitete eine Arbeitsgruppe ihre Befragungen ein. Andere Teams dachten sich z.B. die Themen „Soziale Medien“, „Was ist Kunst?“ oder „Meinung zur Bon-Pflicht“ aus. Anschließend galt es, aus den Antworten einen sendetauglichen Beitrag zu basteln: Tonhöhen anpassen, Geräuschquellen reduzieren, Pausen und Versprecher kürzen und schließlich ansprechende Montagen am Laptop erstellen: Die unterhaltsamen und informativen Ton-Dateien aller Gruppen wurden im Abschlussplenum vorgestellt und haben die aussichtsreiche Chance, im Radioprogramm gesendet zu werden. Der begeisterte Einsatz der Schülerinnen und Schüler wurde zusätzlich mit Teilnahme-Urkunden und individualisierten T-Shirts belohnt.

Wochenblatt @: Dominique Hahn