- Anzeige -

Kliniken bleiben in Habacht-Stellung

Symbolbild Klinik
Symbolbild Klinik /of

Derzeit Berg- und Talfahrt bei den Corona-Infektionszahlen

Kreis Konstanz. Die Landesregierung ist dem Landkreis Konstanz zuvorgekommen. Eigentlich war auch angesichts eines doch bemerkbar ansteigenden Infektionsgeschehens mit Covid 19 geplant gewesen, hier im  Landkreis eine Maskenpflicht im öffentlichen Bereichen einzuführen, unter anderem auch auf Wochenmärkte, wo es ohnehin schwierig ist, die nötigen Abstände einzuhalten, nun ist es Landesverordnung. „Das macht es uns natürlich etwas leichter zu argumentieren.“, so Landrat Zeno Danner. Es sei angekündigt, dass die neuen Beschränkungen etwa zu Veranstaltungsgrößen oder dem Umfang von privaten Zusammenkünften der Treffen im öffentlichen Raum kontrolliert werde, so Danner weiter.

45 neue Fälle kamen übers Wochenende dazu, was aber die Tage von Freitag bis Sonntag abbildet, wurde von Dr. Winterer vom Kreis Gesundheitsamt relativiert. Am Dienstag kamen „nur“ drei neue Fälle dazu, durch über 30 als „genesen“ eingestufte Fälle, liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen nun bei 115, so Stefan Basler, Sozialdezernent des Landkreises nach der Sitzung des Krisenstabs am Dienstag. „Die Häufung fordert uns natürlich bei der Kontaktverfolgung, aber als Gesundheitsamt bekommen wird das derzeit noch hin“, so Dr. Winterer.  Im Landratsamt wurden 70 Mitarbeiter für den Einsatz in der Kontaktverfolgung geschult, so Landrat Zeno Danner, um auf etwaige weiter Anstriege vorbereitet zu sein.. In der Kreistagsitzung am Montag wurde aus dem Gremium auch nachgefragt, ob man erwäge um Notfall eventuell die Bundeswehr für Kontaktverfolgung einzusetzen wie in anderen Landkreisen, meinte Danner, dass man so etwas mit eigenen und in Verwaltungsdingen geübtem Personal besser bewältige.

Kliniken sind wachsam

In den Kliniken des Landkreises wächst die Anspannung etwas, „obwohl es derzeit noch sehr ruhig ist“, so der ärztliche Leiter im Hegau-Bodensee-Klinikum, Prof. Frank Hinder am Dienstag. Man habe derzeit einen Patienten mit Beatmung auf der Intensivstation und vier Patienten in der Abklärung, das Problem seien aber aktuell eher Patienten mit Erkältungssymptomen, die natürlich überprüft werden müssten, auch wenn es in den allermeisten Fällen kein Covid 19 sei. In der letzten Woche sei deshalb eine ganze Abteilung erst mal vollgelaufen. Deshalb wolle man für den Fall der Fälle nun in der Radolfzeller Klinik eine Abteilung als Puffer bereit halten kündigte Hinder an. Die Weihnachtsfeiern innerhalb der Belegschaft seien alle wieder abgesagt worden, wegen der Versammlungsbeschränkungen und aus Vorsicht, sagte Frank Hinder für den Standort Singen.

Noch Regelmodus beim Gesundheitsverbund

Derzeit würden noch keine OP-Termine verschoben und die Kliniken im Regelbetrieb belassen, sagten Prof. Frank Hinder und Prof. Marcus Schuchmann (Konstanz). Bei den Besuchsregelungen soll über die aktuellen Einschränkungen keine weiteren geben so lange derzeit nur sehr wenige Patienten mit Covid19 einer klinischen Behandlung bedürften.

Bitte der Ärzte: nicht ohne Anmeldung erscheinen

Es gibt zur aktuellen Lage noch eine Bitte der Ärzte, dass Patienten mit Erkältungssymptomen nicht einfach zum Arzt kommen sollen um „einen Test zu machen“, sondern sich zuvor anmelden sollten, um eventuell gleich in eine der Schwerpunktpraxen weitergeleitet zu werden. „Derzeit hat es vo vielen Praxen Schlangen und sich da erkrankt in die Schlange zu stellen, berge ein sehr hohes Infektionsrisiko für alle.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


- Anzeigen -