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Konstanzer Theater kommt zu den Besuchern

Junge Hunde
Unter anderem die "Jungen Hunde" gibt jetzt digital auf der Homepage des Theater Konstanz. swb-Bild: Ilja Mess

Virtuelles Angebot aufgebaut mit Lesungen und Mitschnitten

Konstanz. Seit dem Wochenende bietet das Theater Konstanz einen besonderen Service an: Theater Konstanz für Zuhause – zu finden auf der Startseite der Homepage www.theaterkonstanz.de

Zu sehen sind dort Mitschnitte einiger Inszenierungen, zudem klann man sich von Schauspielerinnen und Schauspielern aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen lassen.

Gestartet wurde mit dem Mitschnitt von „Junge Hunde“ nach dem gleichnamigen Roman von Christoph Nix in der Theaterfassung und Regie von Oliver Vorwerk. Wir schreiben das Jahr 1968 -  ein weiterer sinnloser, brutaler Krieg schockiert die Welt: Der Vietnamkrieg. Es beginnt zu rumoren. Die Jugend erwacht. Sie schließt sich zusammen und verändert die Welt. Aber in der ländlichen Gegend, in der der 15-jährige Menz aufwächst, kommt zunächst wenig an von den Revolutionen in den Zentren. Dabei hat Menz so viele Fragen: Haben die gleichen Züge, die ihn in die Schule der nächsten Kleinstadt bringen auch Juden nach Auschwitz deportiert? Warum sind in der Schule noch immer Lehrer, die begeistert bei den Nazis mitgemacht haben? Warum erzählt einem Niemand vom Kommunismus?

Inzwischen kann kann man Harald Schröpfer zuhören – falls man schon 18 Jahre alt ist  - wenn er aus „Gymnasium der Wollust – Ein erotisches Kaleidoskop der Weltliteratur mit Texten von Schlegel bis Schnitzler, Bürger, Baudelaire und Rilke“ liest. Und Dan Glazer liest „Psyche“ von Hugo von Hofmannsthal

In den nächsten Tagen kann man sich auf die Lesungen von Sarah Siri Lee König („Weiße Nächte“ von Fjodor Dostojewksi), Odo Jergitsch  („Wie ich es sehe“ von Peter Altenberg) und Antonia Jungwirth („Ein Hungerkünstler“ von Franz Kafka) freuen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler