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Mahnwache zum Klimaschutzbericht vor dem Rathaus

Mahnwache
Eine Mahnwache begleitete die Gemeinderatsitzung zum Klimaschutzbericht am Donnerstag. swb-Bild: fff

Fridays for Future kritisiert »Nebelkerzen« beim Konstanzer OB

Konstanz. Neun Monate nach der Ausrufung des Klimanotstandes berichtet der Oberbürgermeister am Donnerstag im Gemeinderat über Fortschritte und Schwierigkeiten beim Klimaschutz. Fridays for Future Konstanz begleitete die Berichterstattung mit einer Mahnwache und forderte die Stadt auf, sich klarer zu ihrem eigenen Ziel, der Einhaltung der 1,5 Grad Grenze, zu bekennen. In dem nun vorgestellten Bericht listet die Stadtverwaltung 71 Maßnahmen auf,mit denen man den Ausstoß des Klimagases CO​2 senken wolle. Darunter, so Fridays for Future Konstanz ,auch einige wirklich gute, wie  zum Beispiel eine Solaroffensive, mit der die Stadt versuchen will private Hausbesitzer dazu zu motivieren eine Solaranlage einzubauen. Zudem will die Stadt endlich einen Fahrplan zur Klimaneutralität aufstellen- auch dafür gibt es von Seiten der SchülerInnen Lob. Insgesamt bedauert Fridaysfor Future jedoch, daß die Maßnahmen insgesamt sehrvageblieben, man merke, dass die Stadt sich nicht darüber im klaren sei, wie viel sie mit den jeweiligen Maßnahmen erreichen will, beklagen die jungen Klimaschützer.

»Damit wir wirklich noch eine Chance haben die überlebenswichtige 1,5 Grad Grenze bei der Erderhitzung einzuhalten braucht es jetzt einen klaren Zeitplan der berücksichtigt, wieviel CO​ 2 wir überhaupt noch ausstoßen dürfen ohne das Ziel zugefährden. 2030 müssen wir klimapositiv sein , darauf müssen unsere Maßnahmen abzielen. Und nach all den Jahren des Zauderns braucht es jetzt Mut endlich auch mal unbequeme Themen anzupacken.”​, kommentiert Noemi Mundhaas von Fridays for Future die Ergebnisse der letzten Monate aus Sicht der Klimaschutzbewegung.“​Wenn wir es ernst meinen den Autoverkehr in der Stadt zu reduzieren, dann müssen wir endlich auch die Zahl der Parkplätze reduzieren. Fridays for Future fordert deshalb die Bepflanzung jedes fünften Parkplatzes in Konstanz mit einem Obstbaum bis Ende dieses Jahres”. Das Z iel, so die Klimaschützer, müsse jetzt sein, Konstanz bis2030 klimaneutral, besser noch klimapositiv zu gestalten. Dabei seien neben der Verwaltung auch alle Bürgerinnen gefragt sich einzubringen. Dem Oberbürgermeister käme dabei aber eine besondere Verantwortung zu, mit der Bürgerschaft in Dialog zu treten und die Vision einer zukunftsfähigen Stadt zu entwickeln.

Mit der Forderung halbjährlich die Öffentlichkeit über Fortschritte und eben auch Schwierigkeiten zu informieren sei eben nicht eine Doppelseite Text und Balkendiagramme im Amtsblatt gemeint, erklärt Japhet Breiholz von Fridaysfor Future. “Wir brauchen endlich einen Bürgermeister der uns als Stadtgesellschaft Mut macht und Wege aufzeigt wie wir alle zusammen unseren Beitrag gegen die immer dramatischer werdende Klimakrise leisten können. Dafür braucht es Courage und klare Worte, keine Nebelkerzen. « Der Student bezieht sich damit auf die Aussage imK limabericht der Stadt, der Autoverkehr in der Stadt sei seit 2007 um 31 % zurückgegangen. Grund zur Freude sei das nämlich leider nur bedingt, wenn der Auto verkehr ind er Stadt zunehmend durch Besucher verursacht werde.​“Um als Stadt insgesamt klimapositiv zu werden ,braucht es eine ganzheitliche Betrachtung und vor allem eine Verwaltung und einen Bürgermeister der nicht nur informiert sondern klare Ansagen macht und begeistert.”

Wochenblatt @: Oliver Fiedler