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Messe-Plattform fördert das Ehrenamt

erste Ehrenamtsmesse
Die Freie Reichsritterschaft war bei der ersten Ehrenamtsmesse im Milchwerk mit einem Stand vertreten. swb-Bild: eck

Ehrenamtsmesse feiert Premiere im Milchwerk

Radolfzell. Die Stadt Radolfzell würdigte ihre zahlreichen ehrenamtlichen Vereine und Unterstützer mit der erstmals durchgeführten Ehrenamtsmesse. Organisationen erhielten dabei eine Plattform sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren und um Mitglieder zu werben, betonte Evelyn Lustig, Beauftragte für bürgerliches Engagement, gegenüber dem WOCHENBLATT. Unter den 46 Ausstellern seine bekannte und weniger bekannte Vereine vertreten, wie die Katzenhilfe Radolfzell. Deren rund 220 Mitglieder nehmen sich frei laufender Katzen an. Gemäß Statistik gäbe es in Deutschland rund 2,5 Millionen freilaufender Katzen, sagt der erste Vorsitzende Jürgen Werner.
Weniger bekannt ist auch die «Food Sharing Radolfzell«. Seit vier Jahren verfolgen die rund 15 aktiven Mitglieder das Ziel, dass Lebensmittel in Form von Obst, Gemüse und Backwaren nicht unnötigerweise im Müll landen. Die Initiative erhalte mittwochs und samstags nach dem Markt von einigen Bauern übrig gebliebene, leicht verderbliche Salate, Gemüse und Obst, sagt Gründerin Sylvia Patzelt. Bei Bäckereien in der Region holen die Aktiven die Backwaren vom Vortag ab. Die Lebensmittel werden in den 24-Stunden zugänglichen Verteilstellen an der Obertorstraße 10 und der Regiment-Piemont-Straße 7 zur kostenlosen Abholung bereit gestellt. Die Theatergruppe »Kulissenschieber« informierte über das nächste Saisonprogramm und sucht nach schauspielerischem Nachwuchs. Unterstützung sei auch im Bereich Ton- und Bühnentechnik nötig, sagt die Vorsitzende Angelika Kowalski. Die 19-köpfige Theatergruppe betreibt eine professionelle Aufführungstechnik, gestaltet das Bühnenbild und näht die Kostüme. Auch die »Trans SHG Hegau« nutzte die Messe-Plattform, um die Selbsthilfegruppe für Trans-Sexuelle vorzustellen. Der 2015 gegründete Verein werbe für Akzeptanz und Toleranz, sagt Gründerin Christin Löhner. Für die rund 40 Mitglieder ginge es um die Persönlichkeitsentwicklung und Entfaltung im eigentlich richtigen Geschlecht.
 Die Resonanz der Vereine zum Messeverlauf sei positiv, sagt Evelyn Lustig. Sofern gewünscht, würde die Ehrenamtsmesse in zwei Jahren wieder stattfinden.

Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert