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Neues in die Wege leiten

Jugendgemeinderatsitzung im cafe connect
Der noch amtierende Jugendgemeinderat debattiert zu anstehenden Projekten und reflektiert über durchgeführte Veranstaltungen. swb-Bild: ver

Jugendgemeinderat entscheidet über zwei Projekte

Radolfzell. Ganz schön viel vor haben die Mitglieder des Jugendgemeinderates Radolfzell in den letzten Wochen vor der anstehenden Sommerpause. Kürzlich traf sich das Gremium zur Sitzung im café connect im Herzen Radolfzells. In lockerer Atmosphäre wurde hier über zwei interessante Projekte diskutiert, die noch in diesem Jahr realisiert werden wollen.

Im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« wurde ein Antrag zur Förderung eines Theaterprojekts vorgelegt. Eine Gruppe junger Mädchen wird ein Theaterstück schreiben, welches den Respekt voreinander und untereinander thematisieren möchte. Schicksale sollen nach und nach entblättert, Vorurteile aus dem Weg geschafft werden.

Das Stück soll voraussichtlich im Oktober aufgeführt werden. Dafür wird die Zeller Kultur ihre Räume zur Verfügung stellen. Das Gremium, unter der Leitung vom 1. Vorsitzenden Jannik Probst, hat einstimmig den Beschluss gefasst, der Förderung für das Theaterstück zuzustimmen und einen Beitrag im Bereich Schauspiel- und Gesangsunterricht zu leisten.

Ehrengast an diesem Nachmittag war Hansjörg Blender, der eine ganz besondere Anfrage an den Jugendgemeinderat hatte: ein Forum mit einigen Vertretern aus dem Bereich der Wirtschaft und aus dem Jugendgemeinderat, um gemeinsam Lösungen für bestimmte Anliegen zu überlegen. »Ein wichtiges Anliegen ist Mobilität. Wir wissen, dass gerade im ländlichen Raum die Anbindung zur Stadt nicht die beste ist«, so Blender. Weitere Themen wären, sofern ein solches Forum ins Leben gerufen würde, »Fridays for Future« sowie »Lehre als Alternative zur weiterführenden Schule«.

»Ich bin ganz klar dafür, dass wir auf die Straße gehen, aber wir sollten auch einen Moment innehalten, das Gehirn einschalten und überlegen, was man konkret dagegen tun kann«, appelliert der Kreishandwerksmeister an die Jugend. »Wir haben einen Notstand an Dialog«, so Blender weiter. Der von ihm gestellte Vorschlag kam beim Jugendgemeinderat gut an, wie die 2. Vorsitzende, Karolina Wick, es zusammenfasst: »Die Idee ist sehr gut, zum einen wegen der aktuellen Themen, zum anderen, weil der Austausch mit Experten stattfinden kann.« Auch sei es für Betriebe eine gute Möglichkeit, sich vorzustellen.

Sollte ein solches Wirtschaftsforum realisiert werden, dann mit dem neuen Gremium, denn auch der Jugendgemeinderat wird nach der Sommerpause im September neu konstituiert.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Organisation zum beliebten Musikevent »Rock am Segel«. Durch die vergangenen Editionen der Veranstaltung habe das Gremium einiges gelernt und einige Verbesserungsvorschläge vorgelegt. So soll laut Wick der Cateringbereich für Helfer und die Bands separat gehalten werden. Eine Neuheit ist die Erweiterung der DJ-Bühne, sodass der Discjockey auch in den Pausen spielen kann, während in der Zwischenzeit die Abbauarbeiten zwischen den Acts eher unbemerkt vonstatten gehen können.

Wochenblatt Redakteur @: Graziella Verchio