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Patenschaft für Gerste und Hopfen

Hopfen Bio-Bier
Hopfen ist ein elementarer Bestandteil des Bodensee Biobieres. swb-Bild: pr

Für das Projekt »Bodensee Biobier« werden nun auch auf der Insel Reichenau Bio-Gerste und Hopfen angebaut

Konstanz/ Reichenau. Das im vergangenen Jahr neu auf den Markt gekommene Bodensee Biobier, das auf einer Kooperation verschiedener regionaler Akteure beruht, setzt beim Thema lokale Rohstoffe einen neuen Akzent: ein Teil der Braugerste und des Hopfens kommen künftig direkt von der Insel Reichenau, wo das Bier auch gebraut wird: »Am Fuß der Hochwart bauen wir ab diesem Frühjahr Biobraugerste an. Dafür hat ein Reichenauer Biolandwirt seinen besten Acker zur Verfügung gestellt, der von einem Allensbacher Biobauern gehegt und gepflegt wird“, freut sich Braumeister Benedikt Wabnig von der Inselbier Brauwerkstatt. „Und nur wenige hundert Meter weiter entsteht in Zusammenarbeit mit den Tettnanger Hopfenbauern direkt vor unserer Brauwerkstatt ein kleiner Hopfengarten. Dieser Testanbau von Tettnanger Hopfen auf der Klosterinsel Reichenau hat zum Ziel, herauszufinden, ob der Anbau neuester Hopfensorten als Perspektive für innovative Jungbauern auf der Klosterinsel sinnvoll ist. Die Tettnanger Hopfenanbauer sowie das Reichenauer Gartencenter (Gemüsegenossenschaft Reichenau) unterstützen dabei, z.B. mit Know-how bezüglich nachhaltiger umweltschonender Pflege z.B. mit Nützlingen und Informations-Tafeln für die Besucher der Insel. Viel mehr lokale Nähe und Kooperation geht eigentlich nicht.« Eine weitere Besonderheit: für die Gerste und den Hopfen kann man Patenschaften übernehmen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, Pate einer Hopfenpflanze zu werden. Möglich wird dies durch eine Crowdfunding-Aktion.

Mitmachen ist möglich

Denn um das Projekt auch in Zukunft erfolgreich weiterführen zu können, startet das Bodensee-Biobier ab 14. Mai  eine mehrwöchige Crowdfunding-Aktion. Diese dauert an bis zum 13. Juni. Dabei soll durch die Unterstützung möglichst vieler Menschen eine Summe von ca. 10.000 Euro zusammenkommen, mit der die Projektgruppe die Fortsetzung des Biobier-Projekts sowie den Testanbau von Hopfen und Biogerste auf der Klosterinsel Reichenau sicherstellen möchte. Als Dankeschön können sich die Unterstützerinnen und Unterstützer hochwertige und exklusive Dankeschön-Pakete sichern, wie beispielsweise private Bier-Tastings in der Inselbrauerei, ein eigenes Firmen-Bier oder eben eine Patenschaft. Alles rund um die Crowdfunding-Aktion findet man unter www.bodensee-biobier.de/crowdfunding. »Wir hoffen, möglichst viele Unterstützerinnen und Unterstützer zu finden«, sagt Sigrun Bundschuh von der Inselbier Brauwerkstatt. »Denn wir haben gezeigt, dass regionale Wertschöpfungsketten flexibel und leistungsfähig sowie innovativ sind. Der Auftakt ist gelungen und hat noch viel Potenzial für die Zukunft - nicht nur für die Projektgruppe, sondern für weitere Akteure, die sich den Initiativen anschließen wollen oder neue Dinge einbringen.«

HTWG-Studierende unterstützen das Projekt

Die auf der Insel Reichenau angebauten Zutaten sollen unter anderem in einer neuen Edition des Bodensee Biobieres verarbeitet werden. Denn gemeinsam mit der Konstanzer Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) wird aktuell an einer alkoholfreien Variante des hellen Lagerbiers gearbeitet, das im Sommer in den Verkauf gelangen soll. Die Entwicklung wird von einem Studierenden der HTWG Konstanz begleitet. Gemeinsam mit der ATEC GmbH aus Heidenheim arbeitet dieser Studierende aus dem Studiengang Verfahrens- und Umwelttechnik an einer Entalkoholisierungsanlage, um diese bisher aufwändige Technologie zu vereinfachen und damit auch für kleinere Braustätten zugänglich zu machen und gleichzeitig Wasser- und Energieverbrauch zu reduzieren. So haben kleinere Akteure in einem sonst nur von großen industriellen Playern dominierten Markt neue Perspektiven. Zudem hat eine weitere Gruppe von Studierenden aus dem Bereich Betriebswirtschaftslehre einen Imagefilm zum Projekt und eine Umfrage umgesetzt. Sigrun Bundschuh ist begeistert: »Von dieser Zusammenarbeit profitieren alle. Wir tragen damit dem Grundgedanken des Projekts Rechnung, dass durch Kooperationen regionaler Partner tolle Produkte entstehen können.«

Alle Informationen zum Bodensee-Biobier findet man unter www.bodensee-biobier.de

Wochenblatt @: Dominique Hahn