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Startschuss für »radofine«

radofine
Das Hebammengeleitete Gesundheitszentrum radofine hat in den Räumen des ehemaligen Scheffel Cafés sein Zuhause gefunden. swb-Bild: dh

Hebammengeleitetes Gesundheitszentrum startet zunächst im Corona-Modus

Radolfzell. Fast genau ein Jahr ist es her, als in einem Pressegespräch im Radolfzeller Rathaus verkündet wurde, dass dank eines Förderbescheids über 100.000 Euro des Baden-Württembergischen Sozialministeriums, und einer großzügigen privaten Spende ein neues Hebammengeleitetes Gesundheitszentrum in Radolfzell entstehen kann. Nun hätte dieses eigentlich in der vergangenen Woche feierlich eröffnet werden sollen doch ein offizieller Termin war aufgrund des Lockdowns nicht möglich. Trotz allem wird das hebammengeleitete Gesundheitszentrum, welches den klingenden Namen »radofine« trägt, am Montag, 21. Dezember seine Arbeit aufnehmen. Wenn auch natürlich zunächst unter den gegebenen Einschränkungen, wie Bürgermeisterin Monika Laule in einem Schreiben an die Presse mitteilt.

Neues Zuhause im ehemaligen Scheffel Café

Als Standort konnten die Räume des ehemaligen Scheffel Cafés in der Forsteistraße 2 gewonnen werden. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Landesministerium für Soziales und Integration übernommen, die Trägerschaft des Zentrums liegt beim Spitalfonds Radolfzell. »Mit dem Angebot einer offenen Hebammensprechstunde trägt das Hebammengeleitete Gesundheitszentrum radofine dazu bei, Betreuungsengpässe rund um die Feiertage und zum Jahreswechsel abzumildern. Ein erweitertes Betreuungsangebot wird nach beendigung des Corona-Lockdowns den Familien zur Verfügung stehen«, sagt Bürgermeisterin Monika Laule. Projektleiterinnen sind die Hebammen Mela Pinter und Oktavia Kamra »Wir bieten direkt vor Ort Hebammensprechstunde nach vorheriger Vereinbarung an. Für Notfälle erreicht man  uns über die offene Hebammensprechstunde, sowie über die Wochenbettambulanz. Wir stehen landkreisweit mit Einrichtungen der Frühen Hilfen, mit Ärzten, mit Schwangerenberatungsstellen, mit den Ambulanzen der Kliniken und mit den freiberuflichen Hebammen in Kontakt«, erklärt Oktavia Kamra zum geplanten Umfang des Projekts. Zudem soll das Zentrum mit seinem ein Treffpunkt für werdende Mütter und Väter werden, damit diese sich austauschen und plaudern oder einfach nur eine kleine Auszeit mit stillfreundlichen Angeboten nehmen können.

Zu den ersten Gratulantinnen gehörte die Grüne Landtagsabgeordnete Nese Erikli, die sich besonders über die Fördermittel von Seiten des Landes freut, die das Projekt ermöglicht haben: »Ohne diese Förderung wäre die Eröffnung von »radofine« nicht möglich gewesen. Und als ich letztes Jahr von der Förderlinie des Landes für den Aufbau von Geburtshilfestationen in Kenntnis gesetzt wurde, bin ich sofort auf die Beteiligten zugegangen, um gemeinsam einen Antrag vorzubereiten«, so Erikli. »Ich freue mich sehr über den Start der Erprobungsphase, denn mit dieser Einrichtung verbessert sich die Situation für schwangere Frauen in Radolfzell und Umgebung merklich«, betont die Landespolitikerin weiter.

Zentrum soll noch weiter entwickelt werden

Noch immer ist die Enttäuschung über die Schließung der Geburtshilfestation des Radolfzeller Klinikums in der Stadt zu spüren. Durchschnittlich 500 Gebärende im Jahr aus dem Einzugsgebiet Radolfzell mussten seither auf Einrichtungen in Konstanz und Singen ausweichen, was zu einer Überbelastung dieser beiden noch verbliebenen Stationen führte, wie Nese Erikli betont. Doch wenn es nach dem Willen von Stadtverwaltung und Gemeinderat geht, dann soll das nicht so bleiben, denn im Oktober beschloss der Gemeinderat über den Spitalfonds beim Land einen weiteren Antrag auf Fördergeld zu stellen, mit dem ein Konzept für eine hebammengeleitete geburtshilfliche Einrichtung in der Stadt erarbeitet werden soll. Konkret geht es dabei also um ein »Geburtshaus«, wodurch auch in Radolfzell als Geburtsort wieder häufiger auf Ausweisen vorkommen könnte.

Infos zum Hebammengeleiteten Gesundheitszentrum radofine:                              

Telefonzeiten ab 21. Dezember 2020:

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr (ausgenommen Feiertage) unter Telefon +49 151 11129961

 

Sprechstunde und Wochenbett-Ambulanz im Dezember 2020:

Montag 21.12., Dienstag 22.12. und Mittwoch 23.12. von 14.00 bis 16.00 Uhr

Dienstag 29.12., Mittwoch 20.12. und Donnerstag 31.12. von 14.00 bis 16.00 Uhr

mit vorheriger Terminvereinbarung. Die Onlinesprechstunde beginnt ab Januar 2021

 

Weitere Infos gibt es unter: www.hgz-radolfzell.de.

Wochenblatt @: Dominique Hahn


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