Am 9. März wird auf einem Kreisparteitag der neue Vorsitz für den Landkreis Konstanz gewählt
Doppelspitze für die Kreis-SPD

Tobias Volz wirft den Kandidaten Lina Seitz und Tim Strobel den symbolischen (Vor-)Sitz zu
  • Tobias Volz wirft den Kandidaten Lina Seitz und Tim Strobel den symbolischen (Vor-)Sitz zu
  • Foto: Der bisherige SPD-Kreisvorsitzende Tobias Volz, wirft den Kandidaten des Landkreises Lina Seitz und Tim Strobel den symbolischen (Vor-)Sitz zu.swb-Bild: ak
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Der Kreisverband der SPD im Landkreis Konstanz steht vor einem »Generationswechsel.« Dieser scheint dabei unter einer deutlichen Überschrift zu stehen: Beteiligung.

Beim Kreisparteitag am 9. März steht die turnusgemäße Wahl eines Kreisvorstands für die SPD im Landkreis Konstanz an. Hierzu wurde zur Bewerbung aufgerufen, alle Mitglieder sind ab 19 Uhr zur Wahl in das Radolfzeller Milchwerk eingeladen.

Die Wahl stellt für den Kreisverband einen Umbruch dar. So stehe man vor neuen Aufgaben und Herausforderungen, zu welchen man mit neuen Gesichtern an der Parteispitze des Landkreises übergehen wolle, so der seit acht Jahren amtierende Vorsitzende Tobias Volz.

Für Volz sei in seiner Amtszeit hauptsächlich der Bereich der Sozial- und Arbeitspolitik wesentlich gewesen, doch auch der Gesundheitssektor war immer wieder von zentraler Bedeutung. Eben diese Themen sind auch heute weiter aktuell, hinzukommen Klima- und Umweltfragen als weiterer Brennpunkt der Politik.

Im Vorsitz einer Partei dürfe man nicht nur über die jüngere Generation sprechen, so Volz, man müsse auch zu gegebenem Zeitpunkt Platz machen.

In diesem Fall gibt der Kreisvorstand wohl den Platz frei für eine Doppelspitze aus der Bundestagsabgeordneten Lina Seitzl und dem Vorsitzenden der SPD Engen, Tim Strobel. Diese Beiden sind bisher die einzigen Kandidaten für die Volz-Nachfolge und haben sich zum Ziel gesetzt, die Kreispolitik durch ihre gute Vernetzung auf die höheren politischen Ebenen in Stuttgart und Berlin aufzuwerten. Doch auch zwischen Kommunen sollen Ideen ausgetauscht und angepasst werden. Als Regierungspartei auf Bundesebene sei man »in der SPD in einer neuen Rolle« und »erster Ansprechpartner«, so Lina Seitzl. Man wolle als Gesicht der Politik den Bezug zwischen Regierung und BürgerInnen herstellen und aufrechterhalten.

Besonders der Bundestagsabgeordneten ist es wichtig, eine »kommunale Perspektive in die Bundespolitik« einzubringen, aber zugleich weiter im Landkreis präsent zu sein. Sie wolle »das Ohr am Bürger« behalten und eventuell sogar Methoden, wie Informationsstände oder Ähnliches außerhalb der Wahlkampfperiode aufrechterhalten.

»Es soll dabei nicht nur geredet werden, sondern auch etwas Substantielles entstehen«, lautet die Zielsetzung von Tim Strobel in der lokalen Politik. Dabei gilt für ihn auch die »alte Regel: Kompetenz ist keine Frage des Alters.« Als besondere Stärke der SPD sieht er deren Präsenz auf allen Ebenen, vom Europaparlament bis in die Kommunen. Man müsse nun weniger Kompromisse eingehen und bringe »Gremien zusammen und Themen voran«, so der Doppelspitzen-Kandidat. Dadurch könne zum Beispiel der soziale Wohnungsbau, über alle politischen Ebenen vernetzt, vorangetrieben werden.

In der Sozial- und Arbeitspolitik sehen Lina Seitzl und Tim Strobel neben der Aufholjagd beim Ausbau erneuerbarer Energien ihre zentralen Aufgaben dieser Zeit. Dabei sollen die Bürger immer möglichst direkt beteiligt werden und der Nutzen der Politik vor Ort konkret spürbar sein.

Der scheidende Vorsitzende Volz zeigt sich dankbar für seine Amtszeit, in der er seinen eigenen Horizont erweitern und »tolle Kontakte« knüpfen konnte. Auch zukünftig möchte er seine Expertise im Bereich Gesundheit und Pflege in das Politik- und Parteigeschehen einbringen.

Autor:

Anja Kurz aus Engen

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