Geschichte am Mägdeberg
Zehn Infotafeln bieten jetzt interessante Einblicke in die Historie
- Enthüllung mit vereinten Kräften: Alt-Bürgermeister Hans-Peter Lehmann (von links), Landrat Zeno Danner und Bürgermeister Patrick Stärk präsentieren eine der neuen Tafeln am Mädgeberg.
- Foto: Marcelino Rüth
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Mühlhausen-Ehingen. Der 1. Mai ist traditionell ein Tag des Ausflugs. In diesem Jahr auch noch bei bestem Wetter. Wenn dann, wie immer, der Pfadfinderstamm „St. Peter und Paul Mühlhausen“ zu Gegrilltem und Getränken auf den Mädgeberg lockt, ist dies kaum zu toppen. Oder doch? Dieses Jahr wurde der Berg mit seiner Burgruine noch erlebbarer gemacht.
Zehn Informationstafeln wurden an aussagekräftigen Plätze innerhalb des Areals angebracht. Zur Einweihung dieses Gemeinschaftsprojektes des Fördervereins „Freunde des Mägdeberg“, der Gemeinde Mühlhausen-Ehingen und des Landkreises Konstanz wurden einige Honoratioren erwartet. Und so kamen neben den zahlreichen Ausflüglern gut 70 Interessierte jeden Altersbereiches, Gemeinderats- und Vereinsmitglieder, Landrat Zeno Danner und Bürgermeister Patrick Stärk.
Letzter war es auch der die Anwesenden begrüßte und sich bei allen für die beispielhafte Zusammenarbeit bedankte. Insbesondere für die inhaltlichen konzeptionellen Beiträge bei den verantwortlichen Mitarbeitern im Amt für Geschichte und Kultur Dr. Jürgen Hald, Dr. Friedemann Scheck und Dr. Franz Hoffmann. Eine besondere Würdigung widmete der Bürgermeister für das außergewöhnliche, ehrenamtliche Engagement von Edwin Gihr und Lothar Stengele, Geschäftsführer der Firma Stengele Maschinenbau, welche nicht nur für eine wetterfeste, ansehnliche Anbringung der Tafeln sorgten, sondern darüber hinaus auch neue Absturzsicherungen anbrachten.
Dem Landrat dankte Stärk nicht nur für den hilfreichen Zuschuss von 5.000 Euro aus dem Kulturetat, sondern auch für sein Kommen bei seinem vollen Terminkalender. Doch ohne den unermüdlichen Einsatz des ehemaligen Bürgermeisters, der vor vier Jahren das Rathaus verließ und sich seitdem um den Mädgeberg kümmert, wäre diese Einweihung nicht denkbar gewesen: Hans-Peter Lehmann griff dann diesen Hinweis auf und verwies auf weitere Aufgaben des Fördervereins, dessen Vorsitzender er ist, wie die Sanierung des Torbogens und des Ursulabrunnens. Dabei sprach er den Vertreter der Sparkasse direkt an, indem er ihm anbot, gerne auch nachträglich zu spenden.
Doch neben dem Geld ist es vor allem der persönliche Einsatz vieler im Ehrenamt, die diese Umsetzung zu einem „Pilot-Projekt“ für all die anderen Burgen im Umkreis machen könnte. Bevor viele dem Duft des Gegrillten der Pfadfinder erlagen und einige sich mit dem Landrat auf den Rundgang zur Besichtigung aller Tafeln aufmachten, betonte Landrat Zeno Danner, dass dies auf jeden Fall „die schönsten Info-Tafeln im Kreis“ seien, nachdem er im Sinne der Gleichbehandlung schon nicht sagen könne, dass dies hier der schönste Berg im Kreis sei.
Marcelino Rüth
Autor:Redaktion aus Singen |