Abrissarbeiten begonnen
Das Böhringer Dorfgemeinschaftshaus rückt in greifbare Nähe

Mit dem ersten Baggerbiss wurde in Böhringen der Abriss des alten Schlachthauses und damit der nächste Schritt hin zum Dorfgemeinschaftshauses gefeiert. | Foto: Tobias Lange
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Radolfzell-Böhringen. Es ist ein Projekt, auf das die Böhringer lange warten mussten: Mit einem Baggerbiss wurde nun ein sichtbarer Schritt hin zum Dorfgemeinschaftshaus getan. Das alte Schlachthaus muss weg, um der neuen Ortsmitte Platz zu machen.

"Sie sind der dritte Oberbürgermeister, mit dem ich dieses Projekt besprochen habe", machte Ortsvorsteher a.D. Bernhard Diehl die Zeit, in der die Böhringer auf ihre Dorfmitte warten. Von Oberbürgermeister Jörg Schmidt unter dem die ersten Ideen und der Kauf des Gebäudes vollzogen wurden, über OB Martin Staab, in dessen Zeit die Konzepte weiterentwickelt wurden und der Plan aufkam, hier auch die Ortsverwaltung unterzubringen, bis hin zu OB Simon Gröger, unter dem es nun konkret wurde. "Das Projekt kommt voran, weil Sie gesagt haben: Das setzen wir um. Dafür können wir alle heute danke sagen."

Böhringens aktueller Ortsvorsteher, Jürgen Keck, machte aus seiner Freude keinen Hehl: "Heute ist für Böhringen ein richtig schöner Tag", sagte er. Der Abriss schaffe Platz für das Dorfgemeinschaftshaus und den Dorfplatz, die offen sein werden für Begegnungen, Gemeinschaft und Kultur. "Hier soll künftig Dorfleben stattfinden." Böhringen habe lange darauf gewartet. "Jetzt wird nicht mehr nur geplant, jetzt wird gebaggert."

Bei dem Projekt handele es sich um das investitionsreichste Thema der Stadt, betonte Oberbrügrermeister Simon Gröger. Aber auch an Arbeit hat es bei dem Vorhaben nicht gefehlt: Viele Jahre Diskussion, Abstimmungen und Bemühungen, in das Landessanierungsprogramm aufgenommen zu werden liegen hinter den Beteiligten. Es habe viele Menschen gebraucht, die sich dafür einsetzten. Das aber auch zurecht, denn "das Herz von Böhringen hat gefehlt", so der OB. Nun entstehe ein Ort, an dem man sich treffen kann. "Es ist ein tolles Projekt, auf das Böhringen dann stolz sein kann." Der OB stellte - nach kurzer Rücksprache mit den Verantwortlichen - in Aussicht, das im Herbst oder Winter 2028 die Einweihung der Dorfmitte gefeiert werden kann. "Es wird greifbar. Es geht wirklich voran."

Über die künftige Nutzung gab Projektleiter Thomas Nöken einen Überblick. In dem Komplex, das dann aus saniertem Bestand und Neubau bestehen wird, sollen die Ortsverwaltung, die Bibliothek und verschiedene Vereine wie die Bengelschießer-Zunft, der Turn- und Sportverein und der Musikverein unterkommen. Zum Dorfplatz hin ist ein großer Festsaal geplant.

Insgesamt wird derzeit mit Kosten von rund 13,4 Millionen Euro für das Dorfgemeinschaftshaus und rund 1,4 Millionen Euro für den Dorfplatz gerechnet. Dabei gibt es für beide Projekte Fördermittel in Höhe von gesamt rund 4,8 Millionen Euro.

Autor:

Tobias Lange aus Singen

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