Neuer Standort eingeweiht
Das THW Radolfzell hat nun eine neue und dauerhafte Heimat
- Zur Einweihungsfeier des neuen THW-Standorts gab es von Willi Braun (rechts) für Christian Daniel, Ortsbeauftragter des Ortsverbands Radolfzell, ein Bildertagebuch über den Bau.
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Radolfzell. Es ist vollbracht: Der Radolfzeller THW-Ortsverband hat endlich seine neue Unterkunft und seine Fahrzeughalle in der Franz-Anton-Mesmer-Straße 24 beziehen können. Nun hatten die Helfer zur Einweihung und Besichtigung der neuen Räumlichkeiten eingladen.
Viele sind dieser Einladung gefolgt: Vertreter des THW und anderer Blaulichtorganisationen, Familien und Freunde der engagierten Helfer, die die neuen Räume mit Leben füllen werden, Vertreter der Politik. "Hier ist etwas entstanden, das vielen Menschen wichtig ist", sagte Christian Daniel, des THW OV Radolfzell. Nun könne endlich gefeiert werden. Er dankte den zahlreichen Beteiligten und Unterstützern, allen voran Willi Braun, der das Projekt begleitet hat. Zwischen 2021 und heute habe er den Bau wachsen sehen, sagte dieser. "Der THW-Ortsverband kann sehr stolz sein, mit dieser Unterkunft in die Zukunft zu gehen." Zur Feier des Tages übergab er ein von ihm zusammengestelltes Bildertagebuch über den Bau an Christian Daniel.
Bundestagsabgeordnete Dr. Lina Seitzl freute sich, bei einer solchen "tollen Sache" dabeisein zu dürfen. Es gehe hier um mehr als nur um ein neues Gebäude. "Es geht um Menschen, die helfen, wenn andere Hilfe brauchen." Das verdiene Anerkennung, Respekt und Dankbarkeit. Worte des Danks gab es auch von Dietmar Löffler, Leiter THW-Landesverband Baden-Württemberg: Die Arbeit der Hilfsorganisationen sei ohne das ehrenamtliche Engagement vieler unmöglich. Zudem hob er die Rolle der Arbeitgeber hervor, die das Ehrenamt unterstützen sowie die von Familie und Freundekreis. "Das Ehrenamt braucht Unterstützung."
Seitens der Stadt überbrachte Gemeinderat Christof Stadler Glückwünsche und Dankesworte. "Wir als Stadt Radolfzell sind froh, dass wir tatkräftige Einsatzkräfte haben", sagte er. Die Rolle des THW beschrieb er mit einer Geschichte von Werkzeugen, die für sich genommen gut in ihren jeweiligen Aufgaben sind, aber eben nicht alles können und alleine nicht weit kommen. "Jedes Werkzeug war mächtig, aber allein waren sie isoliert." Gemeinsam aber entstehe "ein unaufhaltsames Werkzeug". Das sieht er beim THW gegeben.
Zum Abschluss segnete Heinz Vogel, leitender Pfarrer der Gemeinde Bodensee-Hegau, die neuen Räumlichkeiten. "Wenn man sich die Blaulichtfamilie anschaut, dann spiegeln sie auch die Gesellschaft wider", sagte er. "Menschen aus unterschiedlichen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen kommen hier zusammen und sagen: Wir setzen uns ein." Sie helfen in der Not, packen mit an, wenn es gilt, etwas wieder aufzubauen. Gottes liebe und die Nächstenliebe seien untrennbar miteinander verbunden, betonte der Pfarrer. Er begleitete nach dem offiziellen Teil eine Gruppe Interessierter von der Fahrzeughalle in das Unterkunftsgebäude, um dort ein von Christoph Schwab zusammengebundendes Kreuz aufzuhängen.
Autor:Tobias Lange aus Singen |