Spatenstich für die Stadterweiterung Nord vollzogen
Ein neuer Radolfzeller »Stadtteil« entsteht

Spatenstich zur Stadterweiterung Nord
  • Spatenstich zur Stadterweiterung Nord
  • Foto: Griffen beim Spatenstich zur Stadterweiterung Nord beherzt zur Schaufel: Bauleiter Frank Pfeifer, Guido Wagner (Niederlassungsleiter Storz), SWR-Geschäftsführer Andreas Reinhardt, Baudezernatsleiter Thomas Nöken, Stadträtin Derya Yildirim, Frank Braun (In
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Radolfzell. Insgesamt soll die Stadterweiterung Nord auf 7,2 Hektar Wohnraum für rund 700 Menschen bieten. Damit würde nach Angaben von Oberbürgermeister Martin Staab beim offiziellen Spatenstich zum zweiten Bauabschnitt, ein eigener kleiner Stadtteil in der Größe von Möggingen entstehen. Doch diesen Wohnraum braucht die Stadt auch dringend, wie der Radolfzeller Rathauschef gegenüber dem WOCHENBLATT erklärte, denn die Nachfrage nach Wohnraum sei »immerwährend groß«.
»Radolfzell ist eine attraktive Zuzugsstadt. Mit der Stadterweiterung Nord wollen wir die Nachfrage über mehrere Jahre decken«, so Staab. Er rechne damit, dass im kommenden Jahr die ersten Bauvorhaben umgesetzt werden können.
Bis es aber soweit ist, muss noch kräftig angepackt werden. Im ersten Abschnitt der Erschließung des rund zehn Fußballfelder großen Gebietes müssen 12.000 Kubikmeter Erde befördert, zwei Kilometer Kanäle verlegt und 21 Hausanschlüsse vorbereitet werden. 7.000 Kubikmeter Erde sollen indes, wie Ingenieur Frank Braun erklärte, wieder verarbeitet werden, was den Transportverkehr und die Lärm- und Umweltbelastung um einen Großteil reduziere. 1,6 Millionen Euro wird die Erschließung kosten.
Die Stadterweiterung Nord ist neben dem »Hübschäcker« in Böhringen und dem Baugebiet »Im Tal« in Markelfingen, das dritte, in dem die Stadt gezielt Wohnraum für junge Familien anbieten will - auch mit Blick auf das in der Vergangenheit stark kritisierte Bauprojekt der »Seevillen«. »Es wird klare Kriterien bei der Vergabe der Bauplätze geben. Ein Punkt wird sicherlich »Radolfzeller first« sein«, betont Staab. Baudezernatsleiter Thomas Nöken ergänzte, dass mindestens 50 Wohnungen im Geschosswohnungsbau, Sozialwohnungen werden sollen - 30 Prozent davon sollen Menschen mit geringerem Einkommen ein neues Zuhause bieten. Zudem haben die generationenübergreifenden Bauprojekte wie »Aufwind« und »Wiege« bereits Interesse angekündigt.
Die Grundstückpreise belaufen sich indes zwischen 280 bis 340 Euro pro Quadratmeter. Hinzukommen Erschließungskosten, Abwasserbeiträge sowie die Anschlusskosten der Stadtwerke. Rabatt gibt es für den Nachwuchs: Für das erste Kinder zehn Euro pro Quadratmeter, 15 Euro für das zweite Kind und für jedes weitere noch einmal 20 Euro.
»Das war der Wunsch des Gemeinderates, da es wichtig ist, dass sich Familien mit Kindern hier bei uns in Radolfzell ansiedeln«, sagte Staab. Nöken zeigte sich indes sicher, dass dieses Gebiet attraktiv für Familien sein werde.

- Matthias Güntert

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Redaktion aus Singen

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