Ehrung durch die Wirtschaftsförderung im Rathaus
Fünf Kammersieger für die Zeller Handwerksbetriebe

Die Zeller Kammersieger und deren Ausbilder (von links): Jost P. Prestin, Katharina Westphal, Loredana-Constantina Schiopu, René Lamb, Anissia Stana, Ellen Finus, Noah Jeworutzki, Stefan Schlenker, Max Buhl und Wirtschaftsförderer Emanuel Flierl. | Foto: Philipp Findling
  • Die Zeller Kammersieger und deren Ausbilder (von links): Jost P. Prestin, Katharina Westphal, Loredana-Constantina Schiopu, René Lamb, Anissia Stana, Ellen Finus, Noah Jeworutzki, Stefan Schlenker, Max Buhl und Wirtschaftsförderer Emanuel Flierl.
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Radolfzell. Die Wirtschaftsmacht von nebenan genießt auch in Radolfzell eine hohe Stellung. Nun wurden die Zeller Kammersiegerinnen und -sieger der Deutschen Meisterschaft im Handwerk 2025 am 10. Dezember von der Wirtschaftsförderung der Stadt gewürdigt.

Insgesamt fünf KammersiegerInnen kommen in diesem Jahr aus dem Landkreis Konstanz aus Radolfzell, wie Wirtschaftsförderer Emanuel Flierl betonte. "Handwerksbetriebe sind als Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb sowie lokaler Anbieter und Dienstleister für die Bürgerschaft und Unternehmen ein wichtiger Teil des Wirtschaftsstandorts Radolfzell. Die Handwerksbetriebe sind in Radolfzell immer dabei."

Generell könne die Stadt derzeit mit 363 Handwerksbetrieben (Stand: Dezember 2025) mit insgesamt 100 Auszubildenden in unterschiedlichen Handwerksberufen verzeichnen. Spitzenreiter hierbei seien dem Wirtschaftsförderer der Stadt Radolfzell zufolge die Elektroniker mit 22 Prozent. "Darüber hinaus gibt es aktuell mehr Handwerksbetriebe in der Stadt als noch vor zwei Jahren", berichtet Emanuel Flierl. Den größten Zuwachs gab es hier ebenfalls bei den Elektroberufen von 19 auf 29 Betrieben. Des Weiteren sei auch das Baugewerbe mit 20 Prozent der Handwerksbetriebe in Radolfzell stark vertreten. 

Die Metiers der Kammersieger aus der Stadt am See können dabei vielfältiger kaum sein. Zum einen konnte Noah Jeworutzki, von der Schlenker Fliesen GmbH mit dessen Inhaber Stefan Schlenker neben dem Kammersieg unter anderem den vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk auf Bundesebene erringen. "Ich wollte einen Beruf, bei dem ich etwas erschaffen und Lebensraum verschönern kann", erläutert er seine Motivation, bei Schlenker Fliesen zu arbeiten. Generell sei des dem Unternehmen laut Stefan Schlenker gelungen, die Jugend mehr ranzuführen. "Aktuell haben wir ein Verhältnis von 50:50 bei uns." 

Katharina Westphal hingegen arbeitet als Zahntechnikerin bei dental emotions und deren Geschäftsfüherr Jost P. Prestin. ""Für mich fühlt es sich gut an, mit meiner Arbeit den Leuten wieder ein Lächeln geben zu können", so Westphal. Seit 2014 ist Prestin mit seinem Betrieb in Radolfzell. "Umso mehr freut es mich, als ehemaligen Landessieger aus Mecklenburg-Vorpommern nun hier eine Kammersiegerin mit an Bord zu haben." Maßschneiderin Anissia Stana vom BSZ Radolfzell hingegen habe überhaupt nicht erwartet, diesen Berufsweg einmal einzuschlagen. "Allgemein gibt es wenige Betriebe in diesem Bereich", erklärte ihre Ausbilderin Ellen Finus. Daher habe man hierfür die Prüfungsbedingungen angepasst. 

Loredana-Constantina Schiopu ist als Fotografin bei René Lamb Fotodesign tätig. "Hier gefällt mir vor allem die Mischung aus Kreativität und Handwerk", betont sie. Inhaber René Lamb freut es sehr, nun zum dritten Mal einen Kammersieger in seinen Reihen zu haben. "Das Ausbilden macht einfach Spaß, da wir den Azubis hier Verantwortung geben, an denen sie wachsen können." 

Neben seinem Kammersieg konnte Max Buhl, der mit seinen jungen Jahren Elektro Buhl in der dritten Generation führt und zudem Geschäftsführender Gesellschafter der Solar Buhl GmbH ist, in diesem Jahr auch den Innovationspreis des Jungen Handwerks gewinnen. "Hierbei arbeiten wir seit kurzem mit einem Start-Up aus Frankreich zusammen, um nach dem Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgungsgesetz über eine Software Strom an einzelne Parteien in Mehrfamilienhäusern zu verteilen." Wurde der Strom bisher so an den Vermieter verkauft wie benötigt, kann hierdurch nun die ganze Dachfläche ausgenutzt werden. Die Software sowie alles Rechtliche, erläutert Buhl, wird dabei vom Start-Up gesteuert. "Wir helfen ihnen hierbei dann in der Praxis, um auch in Zukunft weitere Pilotprojekte umsetzen zu können."

Autor:

Philipp Findling aus Singen

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